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Saudi-Arabien hat die Schlüsselpipeline nach einem Drohnenangriff geschlossen: Öl sprang über die Marke von 100 Dollar je Barrel

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Saudi-Arabien hat die Schlüsselpipeline nach einem Drohnenangriff geschlossen: Öl sprang über die Marke von 100 Dollar je Barrel

Wenn Öl hundert Dollar je Barrel überschreitet, hört die Nachricht auf, fern zu sein. Saudi-Arabien hat seine Ost-West-Pipeline geschlossen, nachdem Raketen die zentrale Pumpinfrastruktur getroffen haben - dieselbe Leitung, über die Riad rund fünf Millionen Barrel täglich umleitete, seit die Straße von Hormus als Handelsweg praktisch ausgefallen ist.

Zwei US-Vertreter bestätigten, dass die vorläufige Analyse Schäden an Pumpstationen entlang der Leitung zeigt. Satellitenaufnahmen vom Freitag zeigen einen schweren Brand in einer Anlage, vom Donnerstag ein kleineres Feuer und dichten schwarzen Rauch an einem anderen Standort. Wie stark die Leitung selbst beschädigt ist - sagt bislang niemand. Wie lange die Reparatur dauert - ebenso wenig.

Niemand übernimmt Verantwortung, aber alle wissen, wohin sie schauen müssen

Offiziell ist der Angreifer unbekannt. Inoffiziell behauptet einer der Vertreter, die Drohnen seien aus dem Irak gestartet. Das ist weder eine neue noch eine überraschende Adresse: Im vergangenen Juni griffen proiranische bewaffnete Gruppen aus dem Irak dieselbe, über 1.200 Kilometer lange Leitung bereits an. Der Analyst Behnam Ben Taleblu von der Foundation for Defense of Democracies erinnert daran, dass diese Milizen seit Langem Drohnen gegen Saudi-Arabien einsetzen - ein Modell, in dem Teheran über Stellvertreter Druck macht und die Hand am Abzug nie die eigene ist.

Das ist eine Militärdoktrin, die der Balkan ohne Übersetzung erkennt. Ein anderer drückt ab, und der offizielle Sprecher zuckt mit den Schultern und verlangt Beweise.

Die Zahlen, die die Panik erklären

Saudi-Arabien ist der zweitgrößte Ölproduzent der Welt, direkt hinter den USA. Der Angriff kam in dem Moment, in dem Riad der OPEC meldete, die Förderung sei im vergangenen Monat auf den niedrigsten Stand seit 1990 gefallen. Wenige Tage zuvor hatten proiranische Milizen eine strategische jemenitische Hafenstadt eingenommen, und die Huthis kündigten Angriffe auf alle saudischen Schiffe in der Meerenge Bab el-Mandeb an. Der Seezugang zum Roten Meer über den Hafen Janbu ist das nächste Glied, das reißen kann.

Deshalb sprang der Rohölpreis diese Woche über 100 Dollar je Barrel. Das ist keine Marktspekulation - das ist ein Markt, der eine Landkarte liest.

Schweigen als Antwort

Die saudische Regierung, der Staatskonzern Aramco, das US-Außenministerium, das Weiße Haus und das Zentralkommando - alle verweigerten den Kommentar. Fünf Adressen, kein einziger Satz. Wenn so viele Institutionen gleichzeitig nichts zu beschädigter Infrastruktur zu sagen haben, von der der Weltmarkt abhängt, ist das Schweigen selbst eine Aussage.

Das einzig Tröstliche kommt von den Technikern: Die Reparatur einer Pumpstation ist weit einfacher als die einer aufgerissenen Leitung. Der Schaden ist also vorerst reparabel. Offen bleibt nicht, ob man diesen behebt - sondern wie oft man es noch tun muss.