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Stadträtin stieg in ein Schlagloch im Zentrum von Bitola, die Bagger kamen am nächsten Morgen

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Stadträtin stieg in ein Schlagloch im Zentrum von Bitola, die Bagger kamen am nächsten Morgen

Das Loch liegt in der Straße „Pece Matičevski” im Zentrum von Bitola, beim Kulturzentrum, in unmittelbarer Nähe des Nationaltheaters und einer der ältesten Schulen des Landes. Mehrere Tage lang war es nur mit Plastikbaken markiert. Am Morgen nach dem Video begannen die Trupps der kommunalen Betriebe mit der Instandsetzung.

Zwischen diesen beiden Ereignissen geschah eines: SDSM-Stadträtin Sofija Ristevska-Petruševa stieg in das Loch, um zu zeigen, wie tief es ist.

Was die Aufnahme bewirkte

In dem in sozialen Netzwerken veröffentlichten Video geht Stadträtin Jadranka Pavlovska die Straße entlang und sagt, im Stadtzentrum, wenige Schritte von Širok Sokak und dem Hotel „Epinal” entfernt, gebe es ein Loch, in das ein Auto eingebrochen sei. Dann zeigt sie auf die Stelle, an der ihre Kollegin steht.

„Dieses Loch ist in der Nähe des Nationaltheaters und einer der ältesten Schulen unseres Landes. Ist das die Sicherheit, die die Menschen in Bitola verdienen?”, fragte Ristevska-Petruševa.

Die Frage ist rhetorisch und parteipolitisch. Das Ergebnis ist dennoch konkret: Am Morgen kamen die Maschinen.

Was die Gemeinde antwortet

Aus der Gemeinde Bitola heißt es, die Schäden an mehreren Straßen seien Folge der starken Regenfälle, die Trupps arbeiteten durchgehend. Zur Stelle beim Komplex „Pelagonka 2” erklärt man, der Schaden sei zuvor erfasst und eine entsprechende Beschilderung aufgestellt worden; zudem seien Maschinen angefordert worden, um vor der Sanierung festzustellen, ob die Ursache in der Wasser- oder Abwasserinfrastruktur liegt.

Das ist nicht falsch und nicht unlogisch. Bevor man ein Loch schließt, muss man wissen, wodurch es entstand. Doch zwischen „erfasst” und „saniert” vergingen Tage auf einer der meistbefahrenen Straßen der Stadt, und die Absperrung war aus Plastik.

Die Zeit zwischen Meldung und Bagger

Das ist der Teil, der nicht parteipolitisch ist. Die Gemeinde kündigt Inspektionen und verstärkte Kontrollen abends und am Wochenende an. Stadträte von SDSM, Poinaku, LDP und Levica fahren unabhängig voneinander Straßen ab und veröffentlichen Videos von Löchern, freiliegenden Leitungen und beschädigter Infrastruktur.

Die Infrastrukturaufsicht in Bitola übernehmen derzeit also Oppositionsräte mit Mobiltelefonen. Das ist ein funktionierendes System - nur nicht jenes, das dafür bezahlt wird zu funktionieren.

Im Juli beschädigte ein Sturzregen Teile der Straße „Debarska”. Der Regen ist tatsächlich eine Ursache. Die Frage, die bleibt, ist nicht, warum das Loch entstand, sondern warum erst ein Mensch hineinsteigen musste, damit am nächsten Morgen die Maschinen anrücken.