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Anwohner kartieren die Schrottautos in Aerodrom über eine Facebook-Gruppe, der Dienst kommt mit dem Abschleppwagen

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Anwohner kartieren die Schrottautos in Aerodrom über eine Facebook-Gruppe, der Dienst kommt mit dem Abschleppwagen

Die Inspektion der Gemeinde Aerodrom hat begonnen, Schrottfahrzeuge von öffentlichen Flächen abzuholen. Die Nachricht kam nicht von der Gemeinde - sie kam über einen Beitrag in der Facebook-Gruppe „Gemeinde Aerodrom - Bürgerpatrouille”.

Die Gruppe begrüßt den Schritt und ruft die Bewohner auf, weiter zu kartieren: „Setzen wir die Kartierung von Standorten mit Schrottfahrzeugen in ganz Aerodrom fort, die wir dann den Diensten zur weiteren Bearbeitung übermitteln.” Sie bitten darum, Fotos und Standorte per Google Maps oder als schriftliche Adresse in die Kommentare zu stellen, „damit die Säuberung so detailliert und erfolgreich wie möglich wird”.

Wer die Arbeit macht

Achten Sie auf die Aufgabenteilung. Die Bürger fotografieren, ermitteln den genauen Standort, tragen ihn in eine Karte ein und übermitteln ihn den Diensten. Der Dienst kommt danach mit dem Abschleppwagen.

Das ist die Kartierung eines kommunalen Problems auf Gemeindegebiet - eine Aufgabe, für die es einen Kommunalinspektor gibt, einen Ordnungsdienst und ein Fahrzeug. Hier erledigen sie Anwohner über eine Facebook-Gruppe, in ihrer Freizeit, unentgeltlich.

Es funktioniert. Die Frage ist, warum es so funktionieren musste.

Die Zahlen, die es gibt

Die Gemeinde teilte zuvor mit, bei einer Aktion seien 15 Schrottfahrzeuge abgeholt worden, die Eigentümer weiterer 22 hätten sie nach entsprechender Benachrichtigung selbst entfernt. Schätzungen sprechen von Hunderten alter, nicht zugelassener und beschädigter Fahrzeuge im gesamten Gemeindegebiet.

Also 37 gelöste Fälle gegenüber einer Schätzung im dreistelligen Bereich. Sichtbarer wurde das Problem bei den Vorbereitungen zur Ausweitung der Parkzonen in Novo Lisiče und im Bezirk Centar - im Mai erhielten Eigentümer Aufforderungen, ihre Fahrzeuge wegzufahren, damit die Stellplätze ordentlich markiert werden können.

Die kommunalen Vorschriften verbieten bereits, nicht zugelassene und havarierte Fahrzeuge, Anhänger und Wohnwagen auf öffentlichen Flächen abzustellen. Das Verbot besteht seit Jahren. Die Fahrzeuge stehen ebenfalls seit Jahren dort, ein Teil von ihnen zu improvisierten Lagern oder Müllhalden umfunktioniert.

Dasselbe Muster, anderer Abfall

In derselben Gemeinde fordern Bewohner zur selben Zeit Kameras und Bußgelder wegen der Müllberge rund um die Container. „Das ist unerträglich geworden. Entweder Kameras von der Gemeinde oder Patrouillen, damit man sieht, wer schuld ist, und ihn bestraft”, schreibt ein Anwohner in sozialen Netzwerken.

Im eigenen kommunalen Umweltaktionsplan räumt die Gemeinde Aerodrom ein, dass herumliegender Abfall neben den Containern ein reales Problem ist, und verweist auf unzureichende Kapazitäten für vollständige Bewirtschaftung und Überwachung. Vorschriften gibt es auch dort, zuständig für die Durchsetzung sind kommunale Ordnungskräfte und Inspektoren.

Zwei Probleme, dieselbe Struktur: eine geltende Regel, ein zuständiger Dienst - und am Ende ein Bürger, der sein Telefon zückt und selbst zu zählen beginnt.