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Die Krankenhäuser in Štip, Tetovo und Kičevo werden plötzlich von der Weltbank finanziert, nicht aus London

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Die Krankenhäuser in Štip, Tetovo und Kičevo werden plötzlich von der Weltbank finanziert, nicht aus London

Gesundheitsminister Sašo Klekovski teilte mit, dass die Klinikkrankenhäuser in Štip, Tetovo und Kičevo mit einem Kredit der Weltbank und der Europäischen Investitionsbank finanziert werden. Das Finanzministerium bewertete dieses Angebot als günstiger - längere Rückzahlungsfrist und eine Zuschusskomponente.

Das ist eine Neuigkeit. Und eine, bei der man einen Satz länger verweilen sollte: Bis gestern wurden dieselben Krankenhäuser über das vor mehr als einem Jahr unterzeichnete „Regierung-zu-Regierung”-Abkommen mit Großbritannien geplant.

Also: gut ein Jahr Vereinbarung - und ein Wechsel der Geldquelle. Ohne Erklärung, was mit der vorherigen nicht funktionierte.

Vier Premiers, drei Übergangsregierungen, acht Minister

Die Chronologie des Krankenhauses in Štip ist das beste Argument, diese Ankündigung vorsichtig zu lesen. Der Grundstein wurde am 3. März 2016 gelegt. Angekündigt waren damals 56 Millionen Euro und ein funktionierendes Gebäude in zwei bis drei Jahren.

Seitdem wechselten vier Premierminister, drei Übergangspremiers und acht Gesundheitsminister. Keiner der Minister hatte ein Mandat von mehr als einem Jahr. Der Bau steht im Rohbau, die Fassade teilweise angebracht, ohne fertige Innenausstattung - und ohne Bautätigkeit.

Der neue Plan sieht 109 Millionen Euro für die Fertigstellung vor. Doppelt so viel wie die ursprüngliche Schätzung, für einen leerstehenden Bau.

Wie es stehenblieb: Insolvenz, Streit, Pandemie

Die ersten zwei Jahre lief es. Die griechische Firma „Interakt” brachte den Bau mit dem Hauptsubunternehmer GP „Beton” in den Rohbau und begann mit den Inneninstallationen. Dann kamen Streitigkeiten zwischen Investor und Auftragnehmer, gekündigte Verträge, gerichtliche und außergerichtliche Verfahren.

Mit der Insolvenz von „Beton” stoppten nicht nur die Arbeiten am Krankenhaus, sondern auch am FINKI-Gebäude und am Schlussteil von „Skopje 2014”. Dann kam 2020, und die Modulkrankenhäuser zogen die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Das Krankenhaus in Štip rutschte in die zweite Reihe und blieb dort.

Was jetzt konkret angekündigt wird

Klekovski sagt, in Štip sei der Rohbau mit dem Großteil der Installationen geschlossen, es sei aber eine erneute Bestandsaufnahme der fertigen Arbeiten angefordert worden - weil am Objekt lange nicht gearbeitet wurde und geprüft werden muss, ob etwas beschädigt oder gestohlen wurde. Auch das Projekt von 2013 wird überarbeitet.

Die Ausschreibung für die erste Phase werde sehr bald veröffentlicht. Das Projekt läuft in zwei Etappen - zuerst der Neubau, dann der Abriss eines Teils der alten Gebäude und ein Anbau für die Diagnostik. Ein Altbau bleibt für die Palliativpflege erhalten.

Das Projekt für Tetovo ist weit fortgeschritten. In Kičevo liegt das Problem anders: Der begonnene Bau ist wegen des demografischen Wandels zu groß für den Bedarf der Gemeinde, deshalb wird ein Alternativstandort auf Grund des Verteidigungsministeriums geprüft, in der alten Kaserne am Stadteingang.

„St. Erazmo” - ein weiterer 2017 gekündigter Vertrag

Klekovski kündigte auch eine öffentliche Ausschreibung für die Sanierung des Krankenhauses „St. Erazmo” in Ohrid an, wo der Vertrag 2017 gekündigt wurde und seither nichts geschah. Neun Jahre.

Der Minister sagt, seine Priorität sei der schnelle Abschluss der Projekte, die der Fertigstellung am nächsten sind, statt langfristiger und unsicherer Investitionen. Beim neuen Klinischen Zentrum in Skopje müsse man sich sowohl der finanziellen als auch der organisatorischen Aspekte bewusst sein.

Das ist ein vernünftiger Ansatz, und das gehört gesagt. Das Problem ist: Jeder der acht Vorgänger hatte seinen eigenen vernünftigen Ansatz. Gefehlt haben nicht die Pläne, sondern die Zeit im Amt - und die Kontinuität, die mit jedem Wechsel verschwindet.