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Dritter Toter durch West-Nil-Fieber: von 40 Tests im Jahr auf acht am Tag, wenn die Krankheit längst da ist

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Dritter Toter durch West-Nil-Fieber: von 40 Tests im Jahr auf acht am Tag, wenn die Krankheit längst da ist

Am Wochenende starb ein weiterer Patient mit West-Nil-Fieber - ein 61-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf drei. Laborbestätigt sind 35 Fälle, drei weitere werden gerade diagnostiziert, sechs Patienten liegen in kritischem Zustand auf der Intensivstation.

Fadil Cana, Direktor der Klinik für Infektionskrankheiten, sagte etwas Wichtigeres als die Zahlen: Die Altersgrenze verschiebt sich. Die sechs kritischen Fälle sind über 60, aber der jüngste stationäre Patient mit neuroinvasiver Form ist 25 - in stabilem Zustand.

Ein Prozent, aber dieses Prozent tut weh

Die neuroinvasive Form entwickelt rund ein Prozent der Erkrankten. Die Symptome: hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteife, Desorientierung, Verwirrtheit. Die übrigen durchlaufen die Infektion ohne Symptome oder mild - was heißt, die reale Zahl der Infizierten liegt über 35. Nur geht niemand zum Test, wenn es keinen Anlass gibt.

Gesundheitsminister Sašo Klekovski verwies darauf, dass Athen derzeit zu den aktivsten Gebieten Europas zählt, mit 81 registrierten Fällen der neuroinvasiven Form und neun Todesfällen. Fälle gibt es bereits in den Grenzgebieten zu Mazedonien. Die Mücke fragt nicht nach dem Pass.

Von 40 Analysen im Jahr auf acht am Tag

Hier steht die Zahl, die zeigt, wie unvorbereitet das System war. In den vergangenen Jahren wurden rund 40 Analysen jährlich durchgeführt. Jetzt sind es vier bis acht - täglich. Für eine endgültige Diagnose braucht es zwei unabhängige Tests.

Die Kapazität wurde also hochgefahren, nachdem die Krankheit schon da war. Ob es früher gegangen wäre, ist jeden Sommer eine rhetorische Frage.

Die Pools, die Satelliten und ein Appell, dem kaum jemand folgen wird

Klekovski teilte mit, über Satelliten- und Kartenaufnahmen seien zahlreiche Pools und andere Wasserflächen in den Orten erfasst worden, in denen die Epidemie ausgerufen wurde. Daher der Appell: Die Bürger sollen Wasserflächen reduzieren, auch Freizeitpools.

„Bei diesen hohen Temperaturen ist schwer zu erwarten, dass Menschen ihre Pools leeren, aber wir müssen zu maximaler Vorsicht aufrufen”, sagte der Minister. Der Satz gesteht seine eigene Grenze ein: In einer Woche mit über 40 Grad ist der Aufruf zum Poolleeren ein Ruf ins Leere.

Die Epidemie in Skopje wurde am 12. August in Kisela Voda, Gazi Baba, Aerodrom, Butel und Ilinden ausgerufen, mit besonderem Fokus auf Dračevo, Pržino, Dolno Lisiče, Kadino und Jurumleri.

Wo der Patient wohnt, ist nicht, wo er sich ansteckte

Klekovski betonte einen Unterschied, den Medienkarten meist tilgen. Die Inkubation dauert drei bis 14 Tage, deshalb durchläuft jeder Patient eine epidemiologische Befragung - ob er gereist ist, wo er sich bewegt hat. Es gibt Menschen mit städtischer Adresse, die sich höchstwahrscheinlich im Wochenendhaus angesteckt haben.

Das heißt: Die Maßnahmen müssen dorthin, wo der wahrscheinliche Ansteckungsort liegt, nicht dorthin, wo der Personalausweis ausgestellt ist. Das Staatliche Gesundheits- und Sanitätsinspektorat hat bereits eine außerordentliche Prüfung durchgeführt, wie die Sprühgutachten in allen Gemeinden der Region Skopje umgesetzt wurden. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Das ist der Satz, den man sich merken sollte. Das Sprühen ist eine Pflicht, die die Gemeinden jedes Jahr bezahlen, mit Gutachten. Wenn die Prüfung zeigt, dass es irgendwo nicht so ausgeführt wurde, wie es auf dem Papier steht, dann wird dieser Sommer nicht nur eine Gesundheits-, sondern auch eine Aufsichtsgeschichte.