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SDSM: Mickoski hat begriffen, dass er Gruevski verhaften muss - um Europa und Macht zugleich zu behalten

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Die SDSM behauptet, Premier Mickoski wolle Gruevski verhaften lassen - und das sei keine Frage der Justiz, sondern der politischen Rechnung. Nach Darstellung der Opposition gibt es zwei Bedingungen, die Mickoski erfüllen müsse, um sein Bild bei Europa zu wahren: Verfassungsänderungen, die die Bulgaren einbeziehen, und die Festnahme seines politischen Mentors Nikola Gruevski.

Das Argument der SDSM: Mickoski habe zuvor konkurrierende Vize-Vorsitzende in der eigenen Partei eliminiert und die Posten von Gruevski-Vertrauten gesichert - um ein kontrolliertes Umfeld zu schaffen. Jetzt, da der europäische Druck wächst, sei der Moment gekommen, auch den Mentor zu opfern. „Verrat an dem, der dir die Macht gegeben hat" - so rahmt die SDSM den Schritt.

Die VMRO-DPMNE äußerte sich nicht direkt, aber die Parteimaschine fährt ihre eigene Erzählung. Wie auch immer: Die Debatte zeigt, dass das politische Theater Mazedoniens in eine neue Phase eintritt - in der einstige Verbündete zu Spielmarken in einem größeren Spiel werden. Wird Gruevski tatsächlich verhaftet? Diese Frage hört Mazedonien seit Jahren auf und ab. Diesmal klingt sie ernster.