Erzbischof Stefan empfängt rumänische Kirchendelegation: 60 hohe Gäste im Kloster Sankt Panteleimon - internationale Normalisierung der MOK
03.05.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
VMRO-DPMNE hat über Sprecher Manasievski eine Botschaft abgegeben, die auf dem Papier wie ein klassischer Angriff auf die Opposition aussieht. Sie werfen SDSM und Venko Filipče vor, „nur mit Worten proeuropäisch zu sein, während ihre Freunde prorussische Geschäftsleute sind". Eine Rhetorik mit 30-jähriger Tradition in Skopje. Aber Rhetorik ist eines, Daten ein ganz anderes.
Die Frage hinter dem Skandal ist nicht, ob Filipče am Tag der Arbeit in Rom war, obwohl auch das herausgestellt wird. Die Frage ist - lassen sich die Behauptungen von VMRO verifizieren? Welche Geschäftsleute konkret? Mit welchen Beweisen für ihre „prorussische Orientierung"? Die rhetorische Artillerie der „prorussischen Geschäftsleute" wird in Skopje seit 2009 eingesetzt - und endet fast immer ohne einen einzigen Namen, ein einziges Konto, einen einzigen Beweis.
Andererseits ist die Frage, die SDSM ebenfalls beantworten muss, eindeutig. Warum widerspricht die Europäische Kommission ständig den Aussagen der Führung? Wenn Filipče von Brüsseler Unterstützung spricht, schweigt Brüssel. Wenn SDSM Förderungen ankündigt, kommen die Förderungen nicht. Das sind keine erfundenen Vorfallreihen - es ist ein dokumentiertes Muster der letzten drei Jahre.
Auf der Bühne ist die Realität interessanter als die Rede. Mazedonien hat sowohl in VMRO als auch in SDSM Menschen, die tatsächlich russische Geschäftsbeziehungen haben. Es hat auch Menschen mit amerikanischen, österreichischen und chinesischen. Das ist unsere Realität eines kleinen Landes - alle Geschäftsleute haben internationale Verbindungen, und die Parteien nutzen sie, wenn es passt, und verurteilen sie, wenn nicht.
Was sagt uns das? Dass der offene Diskurs über die europäische Orientierung zwischen zwei Parteien gefangen ist, die ihn wie ein Schachspiel angehen. VMRO greift SDSM wegen „prorussischer Freunde" an. SDSM greift VMRO wegen „prorussischer Freunde" an. Die mittlere Stimme - die sagen könnte „keiner von euch ist ehrlich" - schweigt oder hat keine Tribüne. Das ist die Definition von Polarisierung ohne Debatte.
Für die Mazedonier, die eine einfache Antwort auf eine einfache Frage wollen - welche dieser beiden Parteien wirklich die EU-Integration will - lautet die Antwort am wahrscheinlichsten: beide auf unterschiedliche Weise, und beide nicht genug. Die eine baut strukturelle Voraussetzungen auf, ist aber nicht engagiert. Die andere heizt den Integrationsenthusiasmus an, aber ohne Plan. Beide haben „Freunde" mit breiten Kontakten. Und keine will Offenheit darüber, was der europäische Weg wirklich bedeutet - welche Gesetze, welche Reformen, welche Führungspersonen ihre Privilegien verlieren werden.
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