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Spanien legalisiert bis zu 840.000 Einwanderer, waehrend Europa Zaeune baut: Wer ist hier verrueckt?

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Spanien hat die Tueren fuer eine massenhafte Legalisierung von Einwanderern ohne Papiere geoeffnet. Hunderttausende stehen vor Postaemtern, Sozialversicherungsbueros und Migrationszentren Schlange, um eine einjaehrige Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Bedingung: mindestens fuenf Monate Aufenthalt in Spanien und ein sauberes Fuehrungszeugnis. Frist ist Ende Juni.

Die Regierung schaetzt, dass sich etwa 500.000 Migranten qualifizieren koennten, aber das Forschungszentrum Funcas haelt eine Zahl von bis zu 840.000 fuer moeglich. Premierminister Pedro Sanchez nannte dies einen Akt der Gerechtigkeit und Notwendigkeit - Menschen, die in Spanien arbeiten, sollen das unter gleichen Bedingungen tun und Steuern zahlen.

Die oekonomische Logik ist klar: Die Arbeitslosigkeit fiel auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren - 9,93%. Landwirtschaft, Tourismus und der Dienstleistungssektor sind auf diese Arbeitskraefte angewiesen. Jeder fuenfte Einwohner Spaniens wurde im Ausland geboren - etwa 10 Millionen Menschen, vorwiegend aus Lateinamerika und Afrika. Spanien hat zwischen 1986 und 2005 bereits sechsmal Legalisierungsprogramme durchgefuehrt, auch unter konservativen Regierungen.

Waehrend der Rest Europas die Tueren schliesst und Zaeune baut, tut Spanien das Gegenteil. Ist Sanchez ein Visionaer, der die Realitaet des Arbeitsmarktes adressiert, oder ein Populist, der die Buechse der Pandora oeffnet? Auf dem Balkan, wo Emigration ein groesseres Problem ist als Immigration, wird die Frage noch ironischer: Wir verlieren Menschen, sie legalisieren sie.