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Starship erreicht erstmals den Orbit und kehrt früher zurück: 26 neue Starlink-Satelliten oben, SpaceX-Aktien im Minus

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Starship erreicht erstmals den Orbit und kehrt früher zurück: 26 neue Starlink-Satelliten oben, SpaceX-Aktien im Minus

Starship, die Megarakete von SpaceX, hat am Montag erstmals eine Erdumlaufbahn erreicht. Der Start in Südtexas bestand alle frühen Prüfungen, doch kurz nach der Trennung verlor die Oberstufe eines ihrer sechs Raptor-Triebwerke. Das Unternehmen brach den Orbitalversuch zunächst ab - und entschied wenige Minuten später, doch weiterzumachen.

Die Rakete kam oben an, setzte alle 26 neuen Starlink-Satelliten der dritten Generation aus und konnte sich mit jedem von ihnen verbinden. Geplant war, dass die Oberstufe die Erde in neun Stunden sechsmal umrundet. Etwa anderthalb Stunden nach dem Start beschloss SpaceX, sie früher herunterzuholen. „Die Teams werden Starship nach 3 Stunden im Orbit sicher in einem vorab genehmigten Gebiet im Pazifik niedergehen lassen“, teilte das Unternehmen auf X mit.

Warum ist das wichtig? Die neuen V3-Satelliten sind leistungsstärker als die bisherigen, mit denen ein Netz von 10.000 Satelliten aufgebaut wurde. Laut Unternehmen bringt ein voller Starship-Start mit V3 so viel Kapazität wie 20 Falcon-9-Flüge mit den älteren V2-Mini-Versionen. Die neuen Satelliten sollen in den kommenden Wochen den Betrieb für Kunden aufnehmen. Die erste Stufe, Super Heavy, kehrte nach der Trennung Richtung Küste des Golfs von Mexiko zurück und absolvierte eine simulierte Wasserlandung - die sauberste bisher für die V3-Version, die seit Mai getestet wird.

Es war der dritte V3-Test und der zweite Start, seit SpaceX mit dem größten Börsengang der Geschichte an die Börse gegangen ist. Die Aktie stieg am Montagmorgen um mehr als 1 Prozent und rutschte dann ins Minus, sobald das Unternehmen den ersten Orbitalflug verkürzte. Das ist Musks neue Realität: Jede Entscheidung im Kontrollraum hat jetzt auch einen Preis an der Börse.

Die Ambitionen sind nicht klein. Musk will, dass Starship - die stärkste je gebaute Rakete - eines Tages tausendfach im Jahr fliegt. Dafür schloss er mit Louisiana eine Vereinbarung über einen neuen Starbase-Komplex, viel größer als der in Texas, in den das Unternehmen 100 Milliarden Dollar (rund 87 Milliarden Euro) investieren will; Baubeginn ist nächstes Jahr. Von Starship hängen die Mondmissionen der NASA ab, aber auch Ideen wie Rechenzentren auf Satelliten im Orbit. Die Frage ist jetzt, ob eine Rakete, die es sich im letzten Moment anders überlegt, wirklich tausendfach im Jahr fliegen kann.