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Szijjarto verbirgt die Diagnose, aber nicht das Dilemma: Politik oder Kinder?

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Peter Szijjarto, Ungarns Aussenminister und einer der engsten Vertrauten von Viktor Orban, kaempft gegen eine schwere Krankheit. In einem Interview mit Telex enthuellte Szijjarto: "Letztes Jahr wurde bei mir eine Krankheit diagnostiziert, die niemand hoeren moechte, wenn man sie ihm ins Gesicht sagt."

Szijjarto nannte die konkrete Diagnose nicht, bestaetigte aber, dass er nach einem Screening-Test eine Notoperation und anschliessend zwei kleinere chirurgische Eingriffe durchlaufen hat - alle erfolgreich. Trotz der gesundheitlichen Herausforderungen erfuellte er alle beruflichen Pflichten, ohne die Oeffentlichkeit zu belasten.

Die Diagnose zwang ihn, sein Leben und seine politische Karriere grundlegend zu ueberdenken. Obwohl er ein Parlamentsmandat erhielt, bleibt offen, ob er seinen Sitz einnehmen wird. "Ich habe zwei Kinder, die nichts davon hatten, dass ihr Vater die letzten zwoelf Jahre wegen der Arbeit abwesend war. Das Teuerste ist immer verlorene Zeit", erklaerte Szijjarto.

Seine beiden Soehne - der fuenfzehnjaehrige Peter und der zwoelfjaehrige Patrik - stehen im Mittelpunkt seiner Entscheidung. Ein Politiker, der am Ende begreift, dass Kinder aufwachsen, waehrend man in Sitzungen sitzt - eine Geschichte so alt wie die Politik selbst. Braucht es eine Diagnose, um den Preis der Abwesenheit zu verstehen?