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Szijjarto spricht nach der Wahlniederlage: Schuld sind Selenski, Bruessel und alle ausser Orban

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Peter Szijjarto, Ungarns ehemaliger Aussenminister und einer der engsten Vertrauten von Viktor Orban, brach nach Wochen des Schweigens sein Stillschweigen. Drei Stunden lang beantwortete er Fragen auf dem Portal Telex - demselben Portal, dem er waehrend seiner Amtszeit nie ein Interview gewaehrt hatte.

Nach der Wahlniederlage von Orbans Partei verschwand Szijjarto einfach aus der Oeffentlichkeit. Zuvor waren Aufnahmen aufgetaucht, die zeigten, dass er den russischen Minister Sergej Lawrow regelmaessig ueber EU-Verhandlungen informiert hatte. Jetzt spricht er endlich - aber sagt er etwas?

Schuld sind Selenski, Bruessel und die "Kriegsmentalitaet"

Die Niederlage? Das sei "ernsthafte aeussere Einmischung". Selenski, die ukrainische Regierung und Bruesseler Institutionen haetten Orban stuerzen wollen. "Auslaendische Akteure haben auf grobe Weise interveniert", behauptet Szijjarto. Also haben die Ungarn nicht gegen Orban gestimmt - die Ukraine hat sie dazu gezwungen?

Russland, Energie und Territorien

Szijjarto rechtfertigt die Beziehungen zu Moskau mit "pragmatischen Energieabkommen". Dann geht er einen Schritt weiter und deutet an, dass ukrainische Gebiete mit ungarischer Bevoelkerung dank guter Beziehungen von russischem Bombardement verschont blieben. Wenn das stimmt, ist es Handel mit Menschenleben. Wenn nicht, ist es Manipulation durch Angst.

Ueber Korruption? Weiss er nichts. Ueber die 280-Millionen-Forint-Subvention fuer seinen engsten Mitarbeiter? Weiss er nicht. Ueber Milliardaer Meszaros und seinen raschen Reichtum? Weiss er auch nicht. Peter Szijjarto weiss viele Dinge - nur nicht die, nach denen gefragt wird.