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Sturmgewehr um 4:20 Uhr: Feuerstoß auf ein Wohnhaus in Tetovo, sechs Projektile auf dem Asphalt

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Sturmgewehr um 4:20 Uhr: Feuerstoß auf ein Wohnhaus in Tetovo, sechs Projektile auf dem Asphalt

Vier Uhr zwanzig morgens. Eine Straße in Tetovo, schlafende Nachbarn, ein Wohnhaus. Und ein Mann auf einem Moped, der anhält, ein Sturmgewehr zieht und einen Feuerstoß in die Fassade setzt. Dann fährt er weiter. Sechs Projektile blieben auf dem Asphalt liegen - sie wurden zur Untersuchung sichergestellt.

Nach der Anzeige bei der Polizei in Tetovo ereignete sich der Angriff am 8. August gegen 04:20 Uhr. Ein unbekannter Mann feuerte von einem fahrenden Moped mehrere Schüsse aus einem Sturmgewehr auf das Wohnhaus des 48-jährigen Š.B. und entfernte sich anschließend.

Bei der Tatortaufnahme wurden Schäden am Hoftor aus Metall, an der Hausfassade, an der Gartenlaube und an einem geparkten BMW festgestellt. Es war also kein Warnschuss in die Luft. Getroffen wurden das Haus, der Hof, alles, was der Familie gehört. Dass niemand verletzt wurde, ist eine Frage des Glücks, nicht der Absicht.

Die Polizei ergreife Maßnahmen zur Aufklärung des Falls und zur Ermittlung des Täters. Das ist die Standardformulierung, und sie ist genau so informativ, wie sie klingt. Kein Motiv, kein Verdächtiger, keine Richtung - jedenfalls nicht öffentlich.

Und genau das sollte jeden beunruhigen, der in dieser Gegend lebt. Ein Sturmgewehr um vier Uhr morgens in einem Wohngebiet ist keine spontane Handlung eines wütenden Nachbarn. Es ist eine Nachricht, übermittelt auf eine Weise, die eine Waffe, ein Moped und Vorwissen über die Adresse eines bestimmten Mannes erfordert. Wenn solche Nachrichten nachts auf der Straße verschickt werden, lautet die nächste Frage nicht, wer sie geschickt hat - sondern wer sie empfangen hat und was er zurückschickt.

Die Waffen, die eine solche Szene möglich machen, tauchen nicht über Nacht auf. Sie sind ein Bestand, der seit Jahrzehnten durch die Region zirkuliert und genau in solchen Momenten an die Oberfläche kommt. Dass sechs Projektile in einer Fassade landeten statt in einem Menschen, ist der Unterschied zwischen einem beschädigten Haus und einer Beerdigung. Diesen Unterschied bestimmte der Zufall - nicht die Polizei, nicht das Gesetz und nicht die Prävention.