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Die Tochter des Gründers der spanischen Rechten starb unter den Ärmsten in Madagaskar

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Die Tochter des Gründers der spanischen Rechten starb unter den Ärmsten in Madagaskar

Es gibt Nachnamen, die Türen öffnen, und Nachnamen, die schwer wiegen. Maria Isabel Fraga trug einen der schwersten der spanischen Politik - sie war die Tochter von Manuel Fraga, dem Gründer der Partei, die später zur heutigen Volkspartei heranwuchs. Und gerade deshalb überrascht ihre Geschichte: Statt Politik und Macht wählte sie die Medizin und die stille Arbeit unter den Ärmsten.

Sie starb unerwartet mit 78 Jahren, nicht in einem Krankenhaus mit ihrem Namen, noch bei einer feierlichen Veranstaltung, sondern in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, während sie an einer humanitären Mission arbeitete. Die Todesursache wurde nicht sofort bekannt gegeben. Die ihr Nahestehenden formulierten vielleicht den ehrlichsten möglichen Nachruf: „Sie starb dort, wo sie sein wollte - bei den Armen.“

Sie war eine Ärztin, die sich in ihren letzten Jahren ganz der humanitären Arbeit und sozialen Anliegen widmete. Von fünf Geschwistern trat nur ihre Schwester Carmen als Europaabgeordnete in die politischen Fußstapfen des Vaters. Maria Isabel wählte den entgegengesetzten Weg - dorthin, wo es keine Kameras, keine Reden und keinen Applaus gibt.

Ihr Leichnam wird für die Überführung nach Spanien vorbereitet, wahrscheinlich in einen kleinen galicischen Ort, wo ihre Eltern begraben sind. In einer Welt, in der die Kinder berühmter Nachnamen meist um Erbe und Publizität streiten, ist eine 78-jährige Frau, die bei der Arbeit unter den Ärmsten auf einem anderen Kontinent stirbt, eine Erinnerung daran, dass das wahre Maß eines Lebens selten in der Rubrik für Prominente steht.