Filipče ruft zu neuer Oppositions-"Front für Freiheit und Gerechtigkeit" auf: neuer Name für eine alte Opposition?
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23.04.2026
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12.04.2026
Trifun Kostovski, ehemaliger Bürgermeister von Skopje (2005-2009) und ehemaliger SDSM-Abgeordneter, kündigt eine neue politische Partei an. Die Mitteilung veröffentlichte er auf seinem Facebook, mit einem Aufruf an Bürger aller Altersgruppen. „Ich rufe alle erfahrenen und unerfahrenen Mitbürger auf, die den Wunsch haben, dass Mazedonien als Staat bestehen bleibt, in dem wir eine Zukunft für unsere Generationen schaffen."
Kostovski, Geschäftsmann, betont, dass die neue Partei kein „Instrument für persönliche Macht" sein werde. „Ich suche keine Macht für mich selbst", schrieb er, „sondern die Chance auf eine staatliche Erweckung." Die Partei werde ohne „nationale und religiöse Marker" auskommen - eine Formulierung, die im mazedonischen politischen Kontext einen neutralen Ton gegenüber den dominanten politischen Bruchlinien bedeutet.
„Mazedonien am Scheideweg - Zeit, uns als Staat zu erneuern" - das ist der Titel der Kolumne, in der er seine Motive offenlegen wird. Die Fragen, die sich jeder Beobachter der politischen Bühne stellt, sind bekannt: welches Elektorat zielt er an? Ist es jene Hälfte der bisherigen SDSM-Wähler, die heute nicht wissen, wohin sie zurückkehren sollen? Oder etwas anderes - eine Wirtschaftselite, die weder VMRO-DPMNE noch SDSM will?
Kostovski hat zwei Herausforderungen. Die erste - eine reale Parteistruktur, nicht nur ein Facebook-Post. Ohne lokale Komitees, ohne Mitgliedschaft, ohne Budget stirbt jede neue Partei bei den ersten Wahlen. Die zweite Herausforderung ist größer: Kosten einer Partei. Die mazedonische politische Bühne ist voller Ad-hoc-Parteien, die vor jeder Wahl auftauchen und danach verschwinden. Wenn Kostovski die neue „dritte Lösung" sein will, muss er beweisen, dass seine Partei auch in fünf Jahren noch existiert. Bis dahin wird jede Ankündigung interessant sein, aber nicht glaubwürdig.
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