Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Umweltaktivisten fordern dringenden Schutz für Kožuf, Došnica und die Artenvielfalt dieser Region. Laut dem Zentrum für Klimawandel handelt es sich um einen Naturreichtum von außergewöhnlicher nationaler und internationaler Bedeutung - einer, der rechtzeitigen, systematischen und langfristigen Schutz verlangt, nicht bloß deklarative Versprechen.
Die Forderung ist konkret: Feldarbeit und eine Analyse der biologischen Vielfalt zu beginnen, damit der Schutz auf Daten beruht und nicht auf gutem Willen. Kožuf wird seit Jahren als Gebiet mit enormem Potenzial genannt - für Natur und Tourismus -, doch Potenzial ohne Schutz endet meist als Vorwand für seine Ausbeutung.
Das Problem mit dem Naturschutz in Mazedonien ist alt und vorhersehbar: Erklärungen sind kostenlos, Feldarbeit kostet Geld, und deshalb gibt es von Ersterem reichlich und von Letzterem selten etwas. Die Aktivisten wissen das, und genau deshalb fordern sie konkrete Schritte, nicht noch eine Unterstützungserklärung.
Die Frage ist, ob die Institutionen vor dem Schaden reagieren oder, wie so oft zuvor, erst nachdem etwas Unwiederbringliches geschieht. Die Natur wartet nicht auf Verfahren und Arbeitsgruppen. Ist die Artenvielfalt einmal verloren, kehrt sie nicht mit einer neuen Pressemitteilung zurück - und Kožuf riskiert, wenn man es lange genug vernachlässigt, ein weiterer Name auf der Liste dessen zu werden, was wir hatten und nicht mehr haben.
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