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US-Marineblockade würgt Iran: Preise vervierfacht, 3 Millionen Arbeitsplätze verloren

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Die amerikanische Marineblockade drückt Iran an den Rand. Der US-Verteidigungsminister nannte sie eisern - und die Zahlen bestätigen es: 34 beschlagnahmte Schiffe, amerikanische Streitkräfte sowohl im Indischen Ozean als auch im Pazifik aktiv. Irans Rohölexporte - die wichtigste Devisenquelle des Landes - sind unmittelbar bedroht.

Wenn das Öllagerungsproblem anhält, muss Iran die Produktion drosseln. Analysten schätzen, dass das Land noch zwei bis drei Monate im aktuellen Tempo durchhalten kann. Danach - eine kritische Situation. Das Öl hat buchstäblich nirgendwo zu gehen.

Die Bürger spüren es auf den Märkten. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind drei bis vier Mal gestiegen. Eine Million Arbeitsplätze gingen direkt durch den Konflikt verloren, weitere zwei Millionen sind gefährdet. Der neue Oberste Führer rief die Bürger auf, Rücksicht aufeinander zu nehmen - ein Euphemismus dafür, dass der Staat sie nicht ernähren kann.

Das Regime kontrolliert die Situation noch, aber die Erzählung ist heikel: Nur drei Monate vor Beginn des Konflikts stand Iran wegen der Wirtschaftskrise am Rand eines Volksaufstands. Die amerikanischen und israelischen Militäroperationen gaben dem Regime einen Vorwand - der äußere Feind verdeckt die inneren Probleme. Aber wie lange kann das anhalten, wenn die Menschen kein Brot haben?

Vorläufige Gespräche über Verhandlungen laufen, amerikanische Vertreter werden in Pakistan erwartet. Aber vorläufige Gespräche und eiserne Blockade lassen sich schwer vereinen. Eine Seite oder die andere wird nachgeben - und die Geschichte sagt, dass das selten früh passiert.