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Die USA wollen Iran mit der Hyperschallrakete "Dunkler Adler" treffen: Teheran droht mit "sehr schrecklicher Waffe"

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Axios meldet, dass Donald Trump heute einen Militärplan für ein neues Vorgehen gegen Iran erhält. Laut Bloomberg wollen die USA erstmals Hyperschallraketen einsetzen - "Dark Eagle" ist ihr Codename. Iran reagierte mit der Drohung einer "sehr schrecklichen Waffe". Und während Kreml und Weißes Haus über das Ende des Ukrainekriegs verhandeln, eskaliert der Nahe Osten.

Hyperschallraketen sind die neue Phase der Rüstungsindustrie. Geschwindigkeit über fünfmal Schallgeschwindigkeit, Manövrieren im Flug, fast unmöglich abzufangen. Bis vor kurzem hatten nur Russland und China sie im operativen Einsatz. Jetzt wollen auch die USA sie einsetzen - und ausgerechnet gegen den Iran.

"Dark Eagle" (AGM-183A oder ein vergleichbares System) befindet sich seit über sieben Jahren in der Entwicklung. Der Einsatz in einem aktiven Krieg ist eine heikle Entscheidung. Nicht nur technisch - auch politisch. Sobald die ersten amerikanischen Hyperschallraketen abgefeuert werden, ist die Technologie kein Geheimnis mehr. Alle Konkurrenten können sie innerhalb weniger Jahre nachbauen.

Iran antwortet mit kategorischer Rhetorik. Der Verteidigungsminister verspricht "eine Antwort mit sehr schrecklicher Waffe", falls die USA Atomanlagen angreifen. Was bedeutet das? Vielleicht ihre Shahab- und Sejil-Raketen, vielleicht etwas Neues, das Teheran heimlich entwickelt hat. Vielleicht reine Rhetorik. Schwer zu sagen.

Für den Balkan ist das aus zwei Gründen wichtig. Erstens - die Ölpreise werden weiter steigen, falls der Konflikt eskaliert. Zweitens - amerikanische Basen in der Türkei und in Griechenland könnten Ziele werden. Der mazedonische Luftraum liegt im Korridor von Raketenflugbahnen, die von Asien nach Nordafrika führen.

Die Geschichte zeigt, dass selbst in den größten Krisen die kleinen Länder am meisten leiden. Wenn das Öl 200 Dollar pro Barrel erreicht, kann sich die Balkan-Rentnerin weder Brot noch Tomaten leisten. Genauso wird es jetzt sein. Und niemand auf dem Balkan kann das ändern - aber man kann wachsam sein. Und vielleicht erinnern wir uns in den kommenden Monaten, wenn Politiker uns erzählen "alles ist stabil", daran, dass Stabilität von Entscheidungen in Washington und Teheran abhängt. Nicht in Skopje.