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Vardar mit 31:19, Tomovski mit 13 Paraden in Deutschland: Mazedoniens Handball eröffnete die Saison an zwei Fronten

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Vardar mit 31:19, Tomovski mit 13 Paraden in Deutschland: Mazedoniens Handball eröffnete die Saison an zwei Fronten

Vardar begann wie ein Meister: 31:19 gegen die jungen Bitolaer, doch der echte Test steht in Deutschland an

Die Titelverteidigung begann genau so, wie alle erwartet hatten. Vardar bezwang die zweite Mannschaft von Eurofarm Pelister mit 31:19 im Auftaktspiel der Superliga. Die Gäste hielten exakt acht Minuten mit, bis zum 4:4, dann schaltete Vardar hoch und beendete die erste Halbzeit mit 18:9. Der zweite Durchgang war reine Formsache. Faduli erzielte sechs Tore, Mitrović und Tuzolana je fünf. Für das Team von Ivan Čupić war das die letzte Überprüfung vor etwas ernsthaft anderem: dem ersten Spiel der Champions League gegen Melsungen, in Deutschland, am 10. September um 20:45 Uhr. Zwölf Tore Unterschied gegen eine zweite Mannschaft bedeuten in Kassel nichts. Sie bedeuten nur, dass die Maschine angesprungen ist.

Rojević bleibt bis 2029 in Ohrid: der Mann, der die erste Europatrophäe brachte

Boris Rojević hat seinen Vertrag mit HC Ohrid bis 2029 verlängert, und das ist keine Routineverlängerung. Unter seiner Führung gewannen die „Gladiatoren“ vergangene Saison den EHF European Cup - die erste Europatrophäe der Klubgeschichte - erreichten das Finale des mazedonischen Pokals und beendeten die Meisterschaft auf dem dritten Platz. Die Führung verstärkte unterdessen den Kader und erhöhte das Budget, mit offen ausgesprochenem Ziel: der Kampf um den Titel. Neben der heimischen Meisterschaft hat Ohrid in dieser Saison auch die Regionalliga und Europa. Ein Vierjahresvertrag im mazedonischen Klubsport ist beinahe exotisch - hier wechseln Trainer meist schneller als die Trikots. Dass ein Klub beschlossen hat, zu bauen statt zu reagieren, ist an sich schon eine Nachricht.

Tomovski mit 13 Paraden gegen Kiel - mehr als Wolff und Pérez de Vargas zusammen, und dennoch eine Niederlage

Es gibt Statistiken, die einen streicheln und trotzdem in einer Niederlage enden. Martin Tomovski, mazedonischer Nationaltorhüter, sammelte gegen Kiel 13 Paraden - mehr als Andreas Wolff und Gonzalo Pérez de Vargas zusammen (2 und 9). Bietigheim verlor dennoch 36:28, weil die „Zebras“ volle sechzig Minuten ein hohes Tempo halten und keinen Raum für Fehler lassen. In der ersten Runde hatte Tomovski 15 Interventionen und gehörte zu den Schlüsselfiguren beim Sieg über Wetzlar. Nächster Gegner ist Lemgo. Ein Mazedonier, der in der Bundesliga zwei Torhüter mit Europatiteln überspielt, ist kein Zufall - das ist ein Spieler, der einen reicheren Klub sucht.

Barcelona ist erster Favorit auch ohne den MVP: die Champions-League-Saison startet mit 24 Teams

Die Vorsaison-Rankings für die EHF Champions League setzen Barcelona an die Spitze, obwohl die Katalanen diesen Sommer zwei Schlüsselspieler verloren, darunter den MVP der Vorsaison Emil Nielsen. Ziel ist die dreizehnte Trophäe. Finalist Füchse Berlin rutschte hinter Magdeburg, Aalborg und Veszprém - Lasse Andersson ging, Ersatz gibt es nicht, und Torhüter Dejan Milosavljev wechselte nach Kielce. Die Polen wiederum blieben erstmals ohne ein einziges Mitglied der Familie Dujshebaev und füllten die Reihen mit Milosavljev, Klarica und Bos auf. Die größte strukturelle Änderung ist eine andere: Der Wettbewerb wächst von 16 auf 24 Teams, mit einer K.-o.-Runde weniger. Mehr Mannschaften, kürzerer Weg nach Köln - eine Formel, die jenen entgegenkommt, die seit Jahren genau in den Play-offs hängenbleiben.

Podravka gegen Győr: zehn direkte Duelle, zehn Niederlagen, kein einziger Punkt

Die Frauen-Champions-League beginnt mit einem Duell, das die Geschichte längst geschrieben hat. Podravka empfängt in Koprivnica Győr - Rekordtitelträger und Finalist der Vorsaison - und die Kroatinnen holten in zehn Begegnungen zwischen 2007 und 2021 keinen einzigen Punkt. Am nächsten kamen sie im Oktober 2010 auswärts, als sie mit nur zwei Toren Unterschied verloren, 27:25. Der härteste Schlag kam im September 2020: 43:28. Beide Teams trafen bereits diesen Sommer aufeinander - Győr gewann im August ein Testspiel 37:24. Podravka hat 29 kroatische Titel und 28 Pokale und ist zu Hause unantastbar, doch in Europa steht vor ihr eine Wand mit ungarischem Namen. Manchmal ist das größte Hindernis kein offenes Spiel, sondern die Erinnerung an zehn vorherige.