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Er fuhr mit dem Rad los und kam nicht zurück: Víctor Coyote ist tot, der Mann, der sich weigerte, nur eines zu sein

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Er fuhr mit dem Rad los und kam nicht zurück: Víctor Coyote ist tot, der Mann, der sich weigerte, nur eines zu sein

Er fuhr mit dem Fahrrad los. Man fand ihn leblos auf einer Straße in Segovia. Víctor Coyote war 68 Jahre alt und hatte, wie alle sagen, die ihn kannten, nicht die Absicht aufzuhören.

Geboren 1958 in Galicien, war er einer jener Namen, die die spanische „Movida” in den frühen Achtzigern hervorbrachte - eine Generation, die aus der Diktatur trat und sofort lauter zu spielen begann, als irgendwer erwartet hatte. Er gründete die Gruppe Los Coyotes, die sich 1991 formell auflöste, doch er zog sich nie von der Szene zurück. Er malte, gestaltete, machte Comics, arbeitete an audiovisuellen Projekten. Die Musik für die Kindersendung Xabarín Club - die war seine.

„Ich glaube, die Vielfalt der Dinge, die ich mache, hat mir Weite des Blicks gegeben”, sagte er über seinen Ansatz. Ein Satz, der bescheiden klingt und in Wahrheit eine ganze Karriere beschreibt: ein Mann, der sich weigerte, nur eines zu sein, in einer Branche, die am besten zahlt, wenn man berechenbar ist.

Das Label El Volcán meldete seinen Tod mit einem Text, der sich um Würde nicht bemüht: „Heute ist das Leben viel weniger lustig und viel hässlicher. Heute hat uns das Leben einen jener Schläge versetzt, die einen im Schock zurücklassen.” Und dann der Satz, der alles sagt: „Víctor war lebendig, und er war immer lebendiger als alle anderen. Er hörte nie auf zu erforschen, zu schaffen, seine Projekte wahr werden zu lassen.”

Anfang dieses Jahres veröffentlichte er El propio, eine Retrospektive seiner Solokarriere. Für September hatte er Konzerte in Zaragoza und Huesca gebucht. Es geht also nicht um einen Mann, der sich langsam zurückzog und den der Tod am Ende von etwas erwischte. Er erwischte ihn mittendrin.

Die Todesursache ist noch nicht offiziell bestätigt.

Der Balkan kennt diese Generation auswendig - Leute, die in Kellern spielten, während das System zerfiel, und danach noch etwas anderes machten, weil man von Musik nicht lebt. Coyote ist eine Erinnerung daran, dass solche Biografien nicht gescheitert sind, sondern breit. Ein Mann, der vierzig Jahre lang immer etwas Neues machte - und am Ende mit dem Rad losfuhr.