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VLEN zieht eine Erklärung von 2021 gegen die DUI hervor - wegen der „serbischen Welt“: doch was sie zeigt, ist eine Themenliste, kein unterschriebener Vertrag

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VLEN zieht eine Erklärung von 2021 gegen die DUI hervor - wegen der „serbischen Welt“: doch was sie zeigt, ist eine Themenliste, kein unterschriebener Vertrag

VLEN ist mit einem Dokument herausgekommen und will damit das Thema schließen. Es handelt sich um die offizielle Erklärung des serbischen Präsidialamts nach dem Treffen von 2021 zwischen dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić und dem damaligen Außenminister Bujar Osmani.

In dieser Erklärung, so VLEN, stehe, dass zu den Gesprächsthemen auch „die Verbesserung der Lage der Serben in Nordmazedonien“ gehört habe.

Die Botschaft der Koalition ist direkt: Die DUI wirft ihnen seit Tagen vor, Teil des Narrativs der „serbischen Welt“ zu sein - während ihr eigener Außenminister an einem Tisch saß, an dem genau darüber gesprochen wurde.

Erklärung oder Dokument?

Hier lohnt sich Präzision. VLEN nennt es ein „offizielles Dokument“. Was sie zeigen, ist eine Pressemitteilung des serbischen Präsidialamts - eine protokollarische Notiz darüber, welche Themen bei einem Treffen berührt wurden.

Das ist kein Memorandum, kein unterschriebener Vertrag, keine Verpflichtung. Es ist eine Themenliste. Und in der Diplomatie ist „über die Lage der Serben wurde gesprochen“ ein Satz, der in fast jeder serbischen Erklärung nach einem Treffen mit irgendeinem Land der Region auftaucht.

Dass etwas bei einem Treffen erwähnt wurde, und dass jemand dem zugestimmt hat - das sind zwei verschiedene Dinge. VLEN benutzt das Erste, um das Zweite nahezulegen.

Der zweite Schlag sitzt härter als der erste

Doch in derselben Erklärung ließ VLEN auch einen Satz fallen, der tiefer trifft: „Dieses Dokument enthüllt eine weitere Wahrheit: In den Jahren an der Macht hatte die DUI die albanische Frage nie als ihre Priorität.“

Das ist kein Streit mehr über die serbische Welt. Das ist ein Streit darüber, wer die Albaner in Mazedonien all die Jahre an der Macht überhaupt vertreten hat - und das ist ein weit schmerzhafteres Thema als jedes Treffen in Belgrad.

VLEN fügt hinzu: „Das ist der Beweis, der das gesamte politische Theater der DUI einreißt. Diejenigen, die heute am lautesten über die ‘serbische Welt’ reden, saßen gestern an Tischen, an denen Themen besprochen wurden, die aus unserer Sicht nichts mit den Prioritäten der Albaner zu tun hatten.“

Und dann der Satz fürs Plakat: „Dokumente lügen nicht. VLEN betreibt keine Propaganda, sondern spricht mit Fakten.“

Was fehlt

Die DUI hat auf diese Vorwürfe bislang nicht reagiert.

Was liegt also auf dem Tisch? Die eine Seite wirft der anderen vor, Teil der „serbischen Welt“ zu sein. Die andere zieht eine fünf Jahre alte Pressemitteilung hervor, um zu zeigen, dass auch die Erste an denselben Tischen saß. Beide nennen die Vorwürfe des Gegners Propaganda.

Keine erklärt, was bei diesem Treffen 2021 konkret vereinbart wurde oder was daraus folgte. Weil es darum nicht geht. Es geht darum, wer das Dokument zuerst zückt.

Und das Dokument zeigt, zu Ende gelesen, nur eines: Der serbische Präsident wollte 2021 über die Serben in Mazedonien sprechen. Das ist keine Enthüllung - das ist sein Job. Die Frage, die keine der beiden Parteien stellt, ist eine andere: Was hat der damalige Minister geantwortet?