Cuna wieder in Handschellen: Der Dealer, der aus dem Fenster einer Polizeistation sprang, ist in Skopje gefasst
15.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Das Gesundheitsministerium hat einen neuen Mann an der Spitze. Im Zuge der Umbildung der Regierung wählte das Parlament Sašo Klekovski zum neuen Gesundheitsminister, auf Vorschlag der VMRO-DPMNE, und heute wurde die Amtsübergabe vom bisherigen Minister Azir Aliu offiziell vollzogen.
Klekovski ist im öffentlichen Sektor kein unbekannter Name. Bis zu seiner Wahl ins Ministeramt war er Direktor des Fonds für Krankenversicherung - das heißt, er kommt aus dem Herzen des Systems, das er nun führen wird. Er hat die Medizinische Fakultät in Skopje abgeschlossen und zudem ein MBA-Programm absolviert, was ihm eine Mischung aus medizinischer und betriebswirtschaftlicher Ausbildung verleiht - eine Kombination, die zumindest auf dem Papier für das Gesundheitsressort logisch klingt.
Seine Biografie offenbart auch ein breiteres Engagement. Von 2007 bis 2010 war er der erste Ko-Vorsitzende des Gemeinsamen Beratenden Ausschusses der Zivilgesellschaft zwischen der EU und Mazedonien, und er wirkte an der Ausarbeitung mehrerer nationaler Strategien mit, darunter der ersten Staatlichen Strategie zur Prävention und Bekämpfung von Korruption. Mit anderen Worten: ein Mann, der sich lange im Raum zwischen Staat, Zivilsektor und Reformen bewegt.
Bei der Amtsübergabe sprachen die beiden Minister über laufende Projekte und Aktivitäten im Gesundheitssektor, mit einer Botschaft über die ununterbrochene Fortsetzung der begonnenen Reformen. Doch die Worte über „Kontinuität" hören wir bei jedem Wechsel. Der wahre Test für Klekovski wird nicht in der Biografie oder in den ersten Erklärungen liegen, sondern darin, ob ein Patient im öffentlichen Krankenhaus einen Unterschied spürt - kürzere Wartelisten, besser verfügbare Medikamente, weniger Zahlungen „aus eigener Tasche". Das Gesundheitssystem des Landes ertrinkt seit Jahrzehnten in denselben Problemen. Jeder neue Minister kommt mit Versprechen; wenige gehen mit Ergebnissen.
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