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Die DUI kündigte eine Invasion in Tetovo an, es kamen kaum hundert: Der halbleere Platz sagt mehr als jede Rede

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Die DUI kündigte eine Invasion in Tetovo an, es kamen kaum hundert: Der halbleere Platz sagt mehr als jede Rede

Wenn du eine „Invasion" ankündigst und vor Ort kaum hundert Menschen erscheinen, sagt die Kluft zwischen dem Wort und der Zahl alles. Die DUI kündigte einen Massenprotest in Tetovo an, und beim Marsch versammelten sich - nach Schätzungen vom Ort selbst - etwa 100 bis 150 Bürger. Für eine Partei, die sich jahrzehntelang als Stimme der Albaner in Mazedonien präsentiert, ist das eine Zahl, die mehr sagt als jede Rede.

Anlass des Protests war die Entscheidung des Verfassungsgerichts, das die Entscheidung des Tetovoer Rats von 2007 zur Umbenennung von etwa einem Dutzend Straßen als gesetzwidrig aufhob. Die DUI behauptet, dies gefährde die Prinzipien des Rahmenabkommens von Ohrid und die Rechte der Gemeinschaften. Der Protest verlief friedlich, ohne Zwischenfälle - aber auch ohne die angekündigte Massenbeteiligung.

Was dieser Protest offenbart, ist nicht der Streit um Straßennamen, sondern der Zustand der DUI selbst. Die Partei, die jahrelang ein unverzichtbarer Faktor in jeder Regierung war, ruft nun zum Protest und bekommt hundert Menschen. Ist das ein Zeichen, dass die Wähler der gleichen Gesichter müde geworden sind, die den Schutz der Rechte versprechen, während sie zugleich Teil jeder Regierung waren, die diese Rechte angeblich mit Füßen trat? Die Frage hängt in der Luft über dem halbleeren Platz.

Die Umbenennung von Straßen ist ein sensibles Thema - Symbole bedeuten etwas, besonders in einer Stadt wie Tetovo. Aber wenn eine Partei eine „Invasion" ankündigt, um zu verbergen, dass sie kein Volk mehr versammeln kann, ist das kein Kampf um Rechte, sondern ein Kampf um Relevanz. Und Relevanz kehrt, anders als Straßen, nicht mit einem Protest zurück. Sie geht leise verloren, Mensch für Mensch, während die Partei noch glaubt, das Wort „Invasion" werde den Platz füllen.