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Volkswagen streicht weitere 50.000 Stellen, vier Werke ohne gesicherte Zukunft nach 2031

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Volkswagen streicht weitere 50.000 Stellen, vier Werke ohne gesicherte Zukunft nach 2031

Volkswagen wird in den kommenden Jahren weitere 50.000 Stellen streichen, teilte der deutsche Autobauer mit. Das Wort „weitere“ ist hier entscheidend - es ist nicht der erste Abbau, sondern die Fortsetzung eines laufenden Prozesses.

Das Unternehmen bezeichnet die Reduzierung als notwendig, um die Ziele seines Transformationsprogramms zu erreichen. Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten nach intensiven Debatten einstimmig den umfassenden „Zukunftsplan 2030“ und bewerteten dessen Umsetzung als „absolut notwendig für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns“.

Der schwerste Satz der Mitteilung ist nicht der über die Zahlen. Es ist die Stelle, an der das Unternehmen sagt, die Tragfähigkeit von vier Werken - Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm - lasse sich von 2031 bis 2034 nicht garantieren. „Parallel werden als zusätzliche Maßnahme alternative Nutzungen für diese Werke geprüft“, heißt es in der Mitteilung.

Was „alternative Nutzung“ heißt

Wenn eine Fabrik mit jahrzehntelanger Tradition die Formulierung „alternative Nutzung“ bekommt, ist das Konzernsprache für etwas, das in der Stadt sofort jeder versteht. Zwickau ist kein zufälliger Name - es ist das Werk, das Volkswagen zum Symbol seiner Elektrowende machte. Steht nun auch dieses infrage, hat die Transformationsstrategie selbst die versprochenen Zahlen nicht geliefert.

Ein Konzept für eine tragfähige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur der europäischen Standorte soll bis Juni 2027 vorliegen. Das ist eine Frist, die zehntausenden Familien Jahre der Ungewissheit lässt.

Die deutsche Industrie als Barometer

Die deutsche Autoindustrie war jahrzehntelang der Maßstab für die Gesundheit der europäischen Wirtschaft. Wenn sie hustet, hört es der ganze Kontinent. Und Volkswagen ist kein Unternehmen, das schlechte Nachrichten leichthin verkündet - es ist ein Unternehmen mit den stärksten Gewerkschaften Europas und mit politischem Gewicht, das ihm erlaubt, harte Entscheidungen weit länger aufzuschieben als andere.

Wenn dieses Unternehmen nun sagt, vier Werke hätten nach 2031 keine gesicherte Zukunft, ist das keine leicht getroffene Entscheidung. Es ist das Eingeständnis, dass die Rechnung nicht mehr aufgeht.

Die Kette, die auch bei uns ankommt

Mazedonien lebt von dieser Industrie mehr, als es zugeben mag. Die Unternehmen in den technologisch-industriellen Entwicklungszonen, die Komponentenzulieferer, diese ganze Kette arbeitet nicht abstrakt für den deutschen Markt - sie arbeitet für konkrete Werke. Wenn ein Werk schließt oder seine Bestimmung ändert, ändern sich die Aufträge, die die Kette hinunterlaufen, mit ihm.

Niemand aus Wolfsburg wird in Skopje anrufen. Das ist der Unterschied zwischen dem Anfang der Kette und ihrem Ende: Der Erste plant Jahre im Voraus, der Zweite erfährt es, wenn der Auftrag ausbleibt.