Ohne Pass, auf der Fahndungsliste und trotzdem in Sofia: Wer hat Iva Mihailova über die Grenze gelassen?
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
12.10.2026
12.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
12.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
12.10.2026
11.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
13.10.2026
12.10.2026
10.10.2026
08.10.2026
23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
In Washington wird der Deal über russischen Diesel als Weg zu billigerem Treibstoff verkauft. In Belgrad liest Aleksandar Vučić ihn anders. Der Spitzenkandidat der Liste „Aleksandar Vučić - Vereintes Serbien“ erklärte in einer Live-Ansprache in den sozialen Medien, die Vereinbarung zwischen Donald Trump und Wladimir Putin verändere die Dinge in der Welt - strategisch. „Nicht wegen 300.000 Tonnen oder mehreren Millionen Tonnen Diesel, das sind Kleinigkeiten. Viel wichtiger ist, dass die Amerikaner damit die Kette der Sanktionen gegen die Russische Föderation durchbrochen haben“, sagte er.
In Moskau blieb die Aussage nicht unbemerkt. Russische Medien, darunter RBK und TASS, hoben besonders seine Einschätzung hervor, Washington sei als Erstes von der bisherigen Politik des Sanktionsdrucks auf Russland abgerückt. Laut RBK beschrieb Vučić Trump als pragmatischen Anführer, der die inneren Wirtschaftsprobleme der USA zu lösen versuche - vor allem die hohen Spritpreise.
Die Zahlen hinter dem Deal sind konkret. Am 9. Oktober, nach einem Telefonat zwischen Trump und Putin, erteilte das US-Finanzministerium die Generallizenz Nr. 135, die bis zum 7. April 2027 Transaktionen im Zusammenhang mit Verkauf, Transport und Import von russischem Diesel erlaubt, auch auf den US-Markt. Trump kündigte an, Russland werde zunächst über 300.000 Tonnen liefern, dann weitere 500.000 Tonnen im November und später noch eine Million Tonnen.
Zu Schätzungen, Moskau könne sechs bis sieben Milliarden Dollar verdienen, merkte Vučić an, Produktion und Lieferung verschlängen 60 bis 70 Prozent dieser Summe. Der politische Gewinn sei viel größer: Russland bekomme die Chance, die Einigkeit des Westens bei den Sanktionen zu untergraben und die Differenzen zwischen Washington und den europäischen Hauptstädten weiter zu vertiefen.
Dann kommt der Teil für das heimische Publikum. Laut Vučić steht Serbien mit seiner Entscheidung, keine Sanktionen gegen Russland zu verhängen, nicht mehr allein da, denn nun könne man nicht einmal von den USA sagen, dass sie die bisherigen Beschränkungen vollständig umsetzen. Zugleich warnte er, er erwarte noch stärkeren europäischen Druck auf Belgrad, sich den Sanktionen anzuschließen - obwohl Washington selbst beschlossen hat, einen Teil seiner Maßnahmen zu lockern.
Die Logik kennt jeder, der die Balkanpolitik verfolgt: Wenn die Großen die Regeln ändern, suchen die Kleinen darin die Bestätigung, schon immer recht gehabt zu haben. Belgrad balanciert seit Jahren zwischen Brüssel und Moskau. Verändert ein Diesel-Deal diese Gleichung wirklich - oder liefert er nur ein neues Argument für den Wahlkampf?
Die neuesten 10 Nachrichten aus dieser Kategorie
Von den vier Fragen ist nur eine bindend, und die, die Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien am meisten betrifft, ist...
Die Republika Srpska hat seit Anfang 2025 über vier Millionen Dollar für Lobbyisten aus Trumps Umfeld ausgegeben. Als das bekannt...
Das kleine Montenegro hat den Mann festgesetzt, zu dessen Projekt Washington bis zu 10 Millionen Dollar für Informationen bot, und...
Das Haager Tribunal verurteilte Slobodan Praljak zu 20 Jahren, er vergiftete sich im Gerichtssaal, und acht Jahre später wuchs auf...
Serbien wird nicht namentlich genannt, aber alle wissen, wer gemeint ist. Und die Liste der Bedingungen für die Balkankandidaten hat...
Das Weiße Haus sagt, mit der Aufhebung der Sanktionen habe es eine Katastrophe verhindert, sagt aber nicht, welche. Eine Firma,...
Die Buchmacher sehen ihn mit einer Quote von 1,20 als Premier, er selbst will über 50 Prozent der Stimmen. Ein...
Die Ökonomin Justina Shiroka Pula ist die neue Präsidentin des Kosovo - gewählt Minuten vor Fristablauf, nach einer Absprache zur...
Das Video hat mehr als eine halbe Million Aufrufe, das serbische Verteidigungsministerium schweigt. Wenn zwei Jungs mit Kamera durch einen...
Ungarn hat einen neuen Premier, doch Dodik bekommt weiter Glückwünsche von Orbán. Was ist die Unterstützung eines Mannes wert, der...
Diese Seite verwendet Cookies - ist das okay? Mehr erfahren
Erfahre als Erster, wenn Metla etwas Neues startet
Hinterlasse deine E-Mail-Adresse und wir schreiben dir, wenn es einen neuen Ratgeber oder etwas Neues auf Metla gibt.