Auf dem Etikett steht eines, in der Salami ist etwas anderes: Lebensmittelbehörde findet ernste Abweichungen beim Fleisch
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Offenes Haar oder zum Dutt gebunden - eine scheinbar winzige Wahl vor dem Spiegel. Doch Psychologen sagen, die Art, wie wir unser Haar tragen, sei eine Form der nonverbalen Kommunikation, eine Botschaft, die wir senden, bevor wir ein Wort sprechen. Die Frage ist, wie viel von dieser Botschaft Wahrheit und wie viel Stereotyp ist.
Die klinische Psychologin Leticia Martín Enjuto ist in diesem Punkt direkt: „Die Art, wie eine Frau ihr Haar trägt, erlaubt es nicht, konkrete Persönlichkeitsmerkmale abzuleiten." Mit anderen Worten, ein Dutt bedeutet nicht, dass Sie organisiert sind, noch offenes Haar, dass Sie chaotisch sind. Aber - und hier wird es interessant - andere Menschen lesen dennoch Signale, ob sie zutreffen oder nicht.
Offenes Haar wird üblicherweise mit Natürlichkeit, Spontaneität, Nahbarkeit und Weiblichkeit verbunden. Es wird oft schlicht aus Bequemlichkeit gewählt oder weil es gut steht - nicht als Aussage über den Charakter. Hochgestecktes Haar und der Dutt hingegen werden mit Professionalität, Ordnung, Praktikabilität und Kontrolle verbunden. Deshalb sehen wir sie so oft bei Vorstellungsgesprächen, Präsentationen und wichtigen Besprechungen - sie wirken wie eine Art Rüstung für das Selbstbewusstsein.
Dennoch ist der Punkt der Psychologin klar: Diese Verbindungen sind kulturelle Stereotype, keine wissenschaftlichen Fakten. Menschen ändern ihre Frisur an Wendepunkten des Lebens - Trennung, neuer Job, Mutterschaft - doch das spiegelt eine Änderung der Umstände wider, nicht der tiefen Persönlichkeit. Dieselbe Frau kann von Montag bis Freitag einen glatten Dutt tragen und am Wochenende zerzauste Wellen, ohne sich als Mensch im Geringsten zu verändern. Vielleicht ist das die gesündeste Botschaft von allem: Haare sagen etwas, aber weit weniger, als wir denken - und genau deshalb lohnt es sich nicht, ihnen so viel Bedeutung zuzuschreiben.
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