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OpenAIs Modell ist so mächtig, dass das Weiße Haus es vor der Öffentlichkeit wegsperrt

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OpenAIs Modell ist so mächtig, dass das Weiße Haus es vor der Öffentlichkeit wegsperrt

Ein neues Modell künstlicher Intelligenz ist so mächtig, dass das Weiße Haus eine Einschränkung seiner Veröffentlichung verlangt hat. Es geht um GPT-5.6 von OpenAI, dessen fortgeschrittene Cyber-Fähigkeiten in Washington wie an der Wall Street Besorgnis ausgelöst haben.

Berichten zufolge fürchten die Behörden, das Modell könne „beispiellose Sicherheitsrisiken" schaffen. Deshalb akzeptierte OpenAI eine vorübergehende Lösung: Statt einer öffentlichen Veröffentlichung wird das Modell nur staatlich genehmigten Partnern zur Verfügung stehen, während ein regulatorischer Rahmen entwickelt wird. Mit anderen Worten - die mächtigste Technologie bekommt zuerst der Staat, nicht die Öffentlichkeit.

Das ist kein Einzelfall. Derselbe Schritt wurde bereits bei Anthropic für deren Modelle angewandt. Wenn zwei führende KI-Unternehmen im selben Zeitraum eine staatliche Anweisung erhalten, ihre fortschrittlichsten Modelle zurückzuhalten, zeigt das, dass Washington künstliche Intelligenz bereits als Waffe sieht, nicht als Produkt.

OpenAI-Chef Sam Altman versuchte, das Bild zu mildern: „Wir haben der US-Regierung klar gesagt, dass dies nicht unser gewünschtes langfristiges Modell ist, und wir werden mit ihr und anderen in der Branche an einem nachhaltigeren Ansatz für die Zukunft arbeiten." Übersetzung: Das Unternehmen würde gern frei verkaufen, muss vorerst aber gehorchen.

Für den Rest der Welt, den Balkan eingeschlossen, ist die Lehre ernüchternd. Die mächtigsten Werkzeuge der Zukunft entstehen hinter verschlossenen Türen, und den Zugang dazu bestimmen einige wenige Regierungen und einige wenige Unternehmen. Wenn uns die Technologie erreicht, wird sie bereits von jemandes Sicherheitsinteressen geformt sein - und wir bekommen, wie üblich, die Version, von der jemand anderes entschieden hat, dass wir sie sehen dürfen.