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Griechenland zahlt 5,33 Euro pro Kilo für gefährlichen Fisch: Jagen statt Verbieten

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Griechenland zahlt 5,33 Euro pro Kilo für gefährlichen Fisch: Jagen statt Verbieten

Griechenland hat einen ungewöhnlichen Krieg erklärt - und bietet Geld dafür. Das Land wird Fischer belohnen, die einen gefährlichen invasiven Fisch namens „Hasenfisch" fangen, mit 5,33 Euro pro Kilo. Die Aktion gilt für Profis wie für Amateure.

Warum so viel Aufwand wegen eines einzigen Fisches? Weil der Lagocephalus, bekannt als „Hasenfisch", giftig und zugleich zerstörerisch ist. Mit seinen großen, hasenähnlichen Zähnen zerreißt er selbst die stabilsten Fischernetze, um an seine Beute zu kommen, und fügt den Fischern ernsten Schaden zu. Und als invasive Art richtet er im lokalen Ökosystem der Ägäis Chaos an.

Das Programm wird zuerst in der südlichen Ägäis und auf Kreta eingeführt, als Teil eines größeren Maßnahmenpakets zur Unterstützung der griechischen Fischerei. Die Idee ist einfach und clever: Statt nur zu verbieten, zahlt man jemandem dafür, das Problem zu lösen - und gibt dem Fischer obendrein einen Verdienst statt einer Strafe.

Für uns auf dem Balkan ist das ein interessantes Modell, über das es sich nachzudenken lohnt. Statt der ewigen Verbote und Strafen, die niemand beachtet, hier ein Ansatz, der das Problem in einen Anreiz verwandelt. Würde dasselbe bei uns funktionieren - für eine Lösung zu zahlen, statt nur für einen Verstoß zu büßen? Die Griechen versuchen zumindest etwas anderes als das Übliche.