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Ein Salat, der keine Strafe ist: das Geheimnis des Sommergerichts liegt im Kontrast, nicht in den Zutaten

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Ein Salat, der keine Strafe ist: das Geheimnis des Sommergerichts liegt im Kontrast, nicht in den Zutaten

Der Salat hat einen ungerechten Ruf - alle halten ihn für die „gesunde Langeweile", die man durchstehen muss. Doch in Wahrheit kann ein Sommersalat mit ein paar Tricks das Interessanteste auf dem Tisch sein, nicht die Buße neben dem Hauptgericht.

Das Geheimnis liegt nicht in den Zutaten, sondern im Kontrast der Texturen. Ein guter Salat verbindet etwas Knackiges (rohes Gemüse, Walnüsse), etwas Saftiges (Tomaten, Gurken, Obst) und etwas Cremiges (Avocado, Käse). Wenn alle drei auf demselben Teller sind, hat ein einfacher Salat plötzlich Charakter. Fügt man noch etwas mit tiefem Geschmack hinzu - guten Thunfisch, gereiften Käse, Pilze - ist es keine Beilage mehr, sondern eine Mahlzeit.

Der Sommer erleichtert all das, denn er bringt Obst, das perfekt zu Grünem passt: Wassermelone, Pfirsich, Melone, Nektarine. Die klassische Kombination aus Wassermelone, Feta und schwarzen Oliven ist der Beweis, dass salzig und süß auf demselben Teller unglaublich gut funktionieren. Dasselbe gilt für Melone mit Blauschimmelkäse oder Nektarine mit Avocado.

Für alle, die wollen, dass der Salat ein echtes Mittagessen ist, muss die Basis nicht nur Blattsalat sein. Quinoa, Bulgur, Reis oder Hülsenfrüchte geben eine Sättigung, die Kopfsalat nicht bieten kann. Quinoa mit Gurke, Minze und Petersilie ist leicht, trägt aber durch den ganzen Nachmittag. Und statt der ewigen Vinaigrette experimentieren Sie mit Dressings - genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Salat, den man aus Pflicht isst, und einem, nach dem man von selbst greift.