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Auf dem Etikett steht eines, in der Salami ist etwas anderes: Lebensmittelbehörde findet ernste Abweichungen beim Fleisch

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Auf dem Etikett steht eines, in der Salami ist etwas anderes: Lebensmittelbehörde findet ernste Abweichungen beim Fleisch

Was auf dem Etikett steht und was tatsächlich in der Packung ist - das ist immer öfter nicht dasselbe. Die Agentur für Lebensmittel und Veterinärwesen (AHV) hat ernste Abweichungen bei Fleischprodukten aufgedeckt, und die ersten Ergebnisse sind, wie die Behörde selbst einräumt, noch besorgniserregender als jene bei Milchprodukten.

Nach den Kontrollen bei Milchprodukten, bei denen Unregelmäßigkeiten bei einem Teil der Betriebe festgestellt wurden, verlagerte sich der Fokus auf haltbare und halbhaltbare Fleischprodukte - Salami, Würste und Pasteten. Die Analysen zeigten, dass ein Teil der Hersteller die Verbraucher bewusst täuscht und Produkte verkauft, deren Zusammensetzung nicht dem entspricht, was auf dem Etikett steht.

Einfach gesagt: Es wird als das eine verkauft, in der Packung ist aber etwas anderes - oft Fleisch niedrigerer Güte, als das Etikett behauptet. Die AHV kündigte an, die Namen der Unternehmen mit beanstandeten Produkten zu veröffentlichen, ein Schritt in die richtige Richtung. Doch die Frage ist, warum diese Kontrollen erst jetzt kommen und nicht als reguläre, dauerhafte Praxis.

Für den Bürger, der jeden Tag Salami für die Kinder kauft, ist das keine abstrakte Statistik - es ist schlichter Betrug an der Kasse, bezahlt mit dem eigenen Geld und der eigenen Gesundheit. Die Namen zu veröffentlichen ist gut, aber nicht genug. Die eigentliche Frage ist, wer jahrelang zugelassen hat, dass Produkte mit falschen Etiketten verkauft werden, und ob überhaupt jemand zur Verantwortung gezogen wird - oder ob alles in einer weiteren Kampagne verpufft, die verstummt, sobald die Schlagzeilen verblassen.