Педесет милиони евра паднаа на еден електронски потпис: зошто Скопје се топи во автобуси без клима
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12.04.2026
Der Weg in die EU ist selten kostenlos - und Montenegro lernt das nun aus erster Hand. Laut regionalen Quellen hat Zagreb acht Bedingungen an Podgorica im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt gestellt, eine Liste, die alte Wunden aus den Neunzigern aufreißt und testet, wie viel ein kleines Land für die Mitgliedschaft zu zahlen bereit ist.
Die Forderungen sind konkret und schwer. Darunter: Entschädigung für angebliche kroatische Gefangene in montenegrinischen Lagern, das Auffinden von in den Konflikten Vermissten, die Verfolgung von Kriegsverbrechen, die Rückgabe von Hunderten Immobilien der kroatischen Minderheit in der Bucht von Kotor und die Übergabe des Schiffes „Jadran", einem ehemaligen Schiff der jugoslawischen Marine. Auf der Liste stehen auch die Festlegung der Seegrenze bei Prevlaka und die Erhaltung der umstrittenen Gedenkstätte Morinj.
Jede dieser Bedingungen ist für sich genommen eine komplexe, zweiseitige Frage - und genau hier ist Vorsicht geboten. Wenn ein Nachbar einem anderen, der keine Wahl hat als zuzuhören, eine lange Forderungsliste stellt, wird die Grenze zwischen einer legitimen historischen Frage und politischem Druck dünn. Zagreb hat das Recht, Rechenschaft für die Vergangenheit zu fordern; doch eine Liste, die als Bedingung für die europäische Mitgliedschaft kommt, trägt immer auch eine Botschaft über Macht, nicht nur über Gerechtigkeit.
Der Anführer der Serben in Montenegro, Milan Knežević, bewertete das Ultimatum als demütigend für Podgorica. Auf der anderen Seite sehen es kroatische Vertreter als die Erfüllung längst überfälliger Verpflichtungen. Die Wahrheit liegt, wie üblich auf dem Balkan, nicht ganz auf einer Seite.
Und Mazedonien sieht dies mit vertrautem Gefühl. Wie oft war unser eigener Weg in die EU an Forderungen eines Nachbarn geknüpft - Namen, Identitäten, Geschichte verpackt in Verhandlungskapitel? Der Balkan kennt diese Szene gut: ein kleines Land vor der Tür der Union, und die Bedingung, die immer von jemandem kommt, der bereits drin ist. Die Frage ist nicht, ob Montenegro zahlen wird - sondern wie viel, und was von der Würde bleibt, wenn man die Rechnung begleicht.
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