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Touristen klettern auf der versunkenen Kirche in Mavrovo: fünf Institutionen angesprochen, keine hat geantwortet

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Touristen klettern auf der versunkenen Kirche in Mavrovo: fünf Institutionen angesprochen, keine hat geantwortet

Fotos von Touristinnen in Badekleidung, die auf den Mauern der versunkenen Kirche „St. Nikola” im Mavrovo-See klettern, verbreiten sich dieser Tage in den Netzwerken. Die Aufnahmen zeigen Besucher, die an der Außenkonstruktion des Gotteshauses hochklettern, auf die vorstehende Platte steigen und über an der Wand angebrachte Stufen wieder hinabsteigen.

Den Beitrag veröffentlichte Toni Čalovski aus Skopje; binnen kurzer Zeit erhielt er zahlreiche Reaktionen.

Ein Appell, der die Institutionen einzeln aufzählt

Was diesen Beitrag unterscheidet, ist nicht die Empörung, sondern die Liste. Der Appell richtet sich an den Bürgermeister der Gemeinde Mavrovo und Rostuša, an die Kommunalinspektion, an Polizeibeamte, an die Verwaltung des Nationalparks Mavrovo und an die für den Schutz des Kulturerbes zuständigen Institutionen.

Gefordert wird Konkretes: eine Prüfung vor Ort und die Feststellung, wer dieses Verhalten zuließ, ob Schutzvorschriften für das Objekt verletzt wurden, ob materieller Schaden entstand, wer für die Kontrolle verantwortlich ist und, falls Grundlage besteht, Sanktionen.

„Das ist kein Strand, kein Schwimmbad und kein Ort für solches Verhalten”, heißt es in dem Beitrag, begleitet von einer Reihe Fragen - ob überhaupt eine Kontrolle existiert, ob jemand die Besucher darauf hinweist, dass es sich um ein Gotteshaus handelt, und ob es Zugangsregeln rund um das Objekt gibt.

An wen es sich richtet, und an wen nicht

Der Autor ist an einem leicht verdrehbaren Punkt eindeutig. „Das Problem ist nicht, dass Touristen aus Deutschland, den Niederlanden oder einem anderen Land kommen. Touristen sind willkommen”, schreibt er und fügt hinzu, jeder Besucher müsse den Ort respektieren, den er besucht - dessen Glauben, Kultur und Regeln.

Das ist der Unterschied zwischen der Forderung nach Ordnung und der Forderung nach Schließung. Niemand verlangt, den See einzuzäunen.

Ein Risiko, das nicht symbolisch ist

Neben der Frage des Respekts gibt es ein ganz materielles Problem. Das Bauwerk ist statisch angegriffen - es steht seit Jahrzehnten im Wasser, mit sichtbar beschädigter Betonplatte. Das Klettern am Bau birgt ein reales Risiko weiterer physischer Schäden.

Die Bürger schlagen auch Lösungen vor, die weder Gesetz noch Budget brauchen: Warnschilder, häufigere Kontrollen und regelmäßige Streifen in der Nähe. Für ein Objekt, das seit Jahren zu den meistfotografierten Symbolen Mavrovos zählt, ist das eine ungewöhnlich bescheidene Liste.

Das Schweigen ist der bemerkenswerte Teil

Bis Redaktionsschluss gab es weder von der Gemeinde Mavrovo und Rostuša noch von der Polizei noch von den übrigen genannten Institutionen eine offizielle Reaktion.

Die Kirche ist Teil des Kulturerbes und zugleich ein Touristenpunkt mit im August Hunderten Besuchern täglich. Keine dieser beiden Eigenschaften bedeutet, dass sich vor Ort jemand um sie kümmert. Das geforderte Schild kostet weniger als ein einziger Inspektionsbesuch - und auch den gab es bis heute nicht.