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80% der Haustiere sind nicht kastriert: Bitola zahlte 126.000 Euro für Bisse, siebenmal mehr als 2021

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80% der Haustiere sind nicht kastriert: Bitola zahlte 126.000 Euro für Bisse, siebenmal mehr als 2021

Über 80 Prozent der Haustiere in Mazedonien sind nicht kastriert - und genau das ist die Wurzel des Problems mit den herrenlosen Hunden, das jede Gemeinde sieht, aber kaum eine löst. Nun werden Änderungen des Tierschutzgesetzes vorbereitet.

Die Rechnung ist einfach und hart: unkastrierte Haustiere bedeuten ungeplanten Nachwuchs, und ungeplanter Nachwuchs landet zu oft auf der Straße. Allein in Skopje wurden 2023 rund 4.500 Straßenhunde erfasst. Eine nationale Schätzung existiert noch immer nicht - was für sich allein sagt, wie systematisch das Problem angegangen wird.

Die Kosten sind nicht nur ethisch, sondern auch budgetär. Die Gemeinde Bitola zahlte 2025 126.000 Euro Entschädigung für Hundebisse - siebenmal mehr als 2021. Das ist Steuergeld, ausgegeben für eine Folge, die durch Prävention hätte verhindert werden können.

Die neuen Gesetzesänderungen sehen strengere Maßnahmen für verantwortungsvolle Tierhaltung vor. Besitzer, die ihr Tier nicht sterilisieren lassen, müssen es registrieren und die tierärztliche Aufsicht akzeptieren. „Alle Besitzer, die sich gegen eine Sterilisation entscheiden, müssen die Tiere registrieren, damit der neue Nachwuchs verfolgt werden kann", sagt Professor Vlatko Ilievski von der Veterinärfakultät.

Aber die Lösung kommt nicht sofort. Angela Grujovska von der Agentur für Lebensmittel und Veterinärwesen warnt, dass die Massensterilisation erst nach 5 bis 7 Jahren Ergebnisse bringt. Mit anderen Worten - wenn man jetzt nicht ernsthaft beginnt, führen wir dasselbe Gespräch auch 2032. Die Frage ist, ob die Politik die Geduld für eine Lösung hat, die innerhalb eines einzigen Wahlzyklus kein Ergebnis zeigt.