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Konjanovski: Die grüne Wende ist ein sozialer Prozess - hinter jeder Dekarbonisierung steht eine Familie, die von Kohle lebt

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Konjanovski: Die grüne Wende ist ein sozialer Prozess - hinter jeder Dekarbonisierung steht eine Familie, die von Kohle lebt

Beim regionalen Forum MEF 2026 zu Klima und Energiewende, das in Skopje stattfand, sagte der Bürgermeister von Bitola Toni Konjanovski etwas, das man selten von einem politischen Rednerpult hört: dass die grüne Wende nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern ein zutiefst sozialer Prozess ist. „Grüne Projekte haben lange Umsetzungszeiträume, und die politischen Zyklen sind kurz", sagte er.

Dieser Satz trifft den Kern des Problems. Eine grüne Zukunft verlangt Entscheidungen, deren Früchte eine andere Amtszeit ernten wird - und welcher Politiker will heute ausgeben für ein Verdienst, das sein Nachfolger einstreicht? Konjanovski wies darauf hin, dass die Länder des Westbalkans vor derselben Herausforderung stehen: wie man dekarbonisiert, ohne genug Mittel aus dem Fonds für einen gerechten Übergang.

Er sprach sich für regionale Netzwerke von Gemeinden aus, etwa die Allianz grüner Bürgermeister, als Plattformen, um Probleme gemeinsam zu lösen. Und er verwies auf ein konkretes Detail: die Arbeitsplätze in Wärmekraftwerken und Bergwerken sind vor allem eine soziale, nicht nur eine wirtschaftliche Frage. Hinter jeder „Wende" steht eine Familie, deren Lohn von der Kohle abhängt.

Das ist der Teil, der in den schönen Präsentationen über eine grüne Zukunft am häufigsten ausgelassen wird. Es ist leicht, Solarpaneele zu beklatschen; schwerer, dem Bergmann zu antworten, der dich fragt, wo er in fünf Jahren arbeiten wird. Bitola, eine Stadt, die jahrzehntelang vom Kraftwerk REK Bitola lebte, kennt diese Frage besser als jeder andere. Ob die Worte vom Forum zu einem Plan werden - darauf wird die Bergarbeiterfamilie warten, nicht auf eine weitere Konferenz.