Skip to content

Wo ist der Bürgermeister von Karpoš? Ein Monat Schweigen, und der Premier lächelte statt zu antworten

1 Min. Lesezeit
Teilen
Wo ist der Bürgermeister von Karpoš? Ein Monat Schweigen, und der Premier lächelte statt zu antworten

Der Bürgermeister von Karpoš, Sotir Lukrovski, ist seit fast einem Monat nicht mehr in der Öffentlichkeit. Die offizielle Erklärung lautet Krankschreibung aus gesundheitlichen Gründen, das Amt führt sein Stellvertreter Nedelčo Krstevski. Premierminister Hristijan Mickoski bestätigte die Krankschreibung - doch als er gefragt wurde, wo Lukrovski sei, lächelte er statt zu antworten.

Und genau dieses Lächeln ist der Kern des Problems. Krank zu sein ist keine Schande - jeder kann krank werden. Doch das Schweigen ist etwas anderes. Ein Monat ohne eine einzige Mitteilung, ohne Pressekonferenz, ohne ein Wort zum Zustand oder dazu, wann eine Rückkehr erwartet wird, lässt Raum für jede Art von Spekulation: Rücktritt, innerparteiliche Differenzen oder etwas Drittes.

Die oppositionelle SDSM fordert vorgezogene Kommunalwahlen in Karpoš und argumentiert, die Gemeinde könne nicht unbegrenzt in einem solchen Schwebezustand bleiben. An einem Punkt nannte sogar Mickoski den Stellvertreter Krstevski „Bürgermeister" - ein Versprecher oder eine Bestätigung, schwer zu sagen.

Der Punkt, den die Bürger von Karpoš ansprechen, ist einfach: Eine Gemeinde ist keine Privatfirma, sondern eine öffentliche Institution, finanziert aus ihrem Geld. Sie haben das Recht zu wissen, wer sie führt und bis wann. Die Antwort darauf ist nicht die Privatsache irgendeines Funktionärs - sie ist das Minimum an Rechenschaft, das jede Obrigkeit denen schuldet, die sie bezahlen. Stillschweigen und ein Lächeln sind keine Antwort; sie sind eine Flucht vor ihr.