Drei von vier Sensoren tot: Die Seilbahn auf den Vodno lief fünfzehn Jahre ohne echten Service
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12.04.2026
Ein Haus von 1927 in der Straße „Dimitar Vlahov" in Ohrid wurde abgerissen - und die Institutionen, die das Erbe der Stadt schützen sollten, schieben die Verantwortung nun von einer zur anderen. Die Bürgerinitiative „Ohrid SOS" stellt eine Frage, die schmerzt: Wozu gibt es Institutionen, wenn ausgerechnet Bürgervereinigungen das Verlorene dokumentieren müssen?
Das Amt für den Schutz des Kulturerbes behauptet, es sei nicht zuständig gewesen, weil das Gebäude außerhalb der Kontaktzone des alten Stadtkerns lag - obwohl benachbarte Gebäude noch im Register stehen. Laut den Aktivisten wurde die Zuständigkeit zuerst bestätigt, dann bestritten. Ein klassisches institutionelles Spiel, bei dem am Ende niemand schuld ist.
Das Timing ist nicht unschuldig. Der Antrag auf Notfallschutz, sagt die Initiative, kam vor einem langen Wochenende - und das Gebäude wurde an einem freien Tag abgerissen, bevor jemand reagieren konnte. „Das Gebäude wurde an einem freien Tag abgerissen, bevor wir reagieren konnten", teilten sie mit.
Hinter dem Einzelfall steckt ein breiterer Verfall. Laut „Ohrid SOS" wurden ganze 56 Gebäude von der Liste der Kulturgüter gestrichen - angeblich wegen Abriss oder unangemessener Rekonstruktion. Das Haus in der „Dimitar Vlahov", erinnern sie, war zeitweise Sitz einer medizinischen Einrichtung der sozialistischen Ära und ein Ort von historischer Bedeutung während des Zweiten Weltkriegs.
Es ist nicht das erste Mal. Aktivisten erinnern an den Abriss des Restaurants „Park", des Werks eines bekannten lokalen Architekten, das ebenfalls während des Pandemie-Lockdowns ohne institutionelle Reaktion abgerissen wurde. Die Frage ist am Ende nicht architektonisch, sondern moralisch: Was muss noch passieren, damit die Zuständigen die Arbeit tun, für die sie da sind? Ohrid wird der Welt als Museumsstadt verkauft - und das Museum bröckelt Stück für Stück, an freien Tagen, wenn niemand hinsieht.
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