Der Vodno-Turm ist seit Januar fertig, öffnet aber erst im Juni: Wenn Verspätung zur Norm wird, hören wir auf, sie zu zählen
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, sammelte durch einen Aktienverkauf rekordverdächtige 85 Milliarden Dollar - das größte derartige Angebot der Geschichte. Und all dieses Geld fließt in eine Sache: künstliche Intelligenz.
Die Zahl ist nicht nur enorm, sie stürzte auch den bisherigen Rekord. Das bis dahin höchste Kapitalangebot betrug 70 Milliarden Dollar, aufgestellt vom brasilianischen Ölkonzern Petroleo Brasileiro noch 2010. Nun ist dieser Rekord Geschichte.
Auch die Dynamik ist interessant. Alphabet plante ursprünglich, Aktien für 40 Milliarden zu verkaufen, doch das Interesse war so groß, dass das Angebot überzeichnet war - am Ende sammelte es 45 Milliarden. Warren Buffetts Berkshire Hathaway kaufte einen Anteil im Wert von 10 Milliarden Dollar. Weitere 40 Milliarden sind für das nächste Quartal geplant, was die Gesamtsumme auf 85 bringt.
„Das ist Teil unserer mehrjährigen Investitionsstrategie, um die Chance zu nutzen, die KI bietet, und die Nachfrage zu stützen, die wir von Unternehmen und Verbrauchern sehen", sagte CEO Sundar Pichai. Übersetzt: Google plant, bis Jahresende 180 bis 190 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben zu tätigen, hauptsächlich für KI-Infrastruktur und Rechenzentren.
Um es klar zu sagen - Alphabet ist kein Unternehmen in Schwierigkeiten. Allein im ersten Quartal meldete es einen Umsatz von 110 Milliarden Dollar, ein Wachstum von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch ist die Frage, wenn ein gesundes Unternehmen so viel leiht, nicht, ob es sich das leisten kann, sondern warum es glaubt, dass es muss.
Die Antwort liegt in einer anderen Zahl. Laut Goldman Sachs sind für die nächsten fünf Jahre branchenweit bereits fast 8 Billionen Dollar für künstliche Intelligenz versprochen. Das ist eine Summe, die die Volkswirtschaften ganzer Kontinente übertrifft. Alphabets Angebot ist auch ein Signal für eine Reihe von KI-Unternehmen, die auf ihren Börsengang warten - Anthropic, SpaceX, OpenAI. Doch all das hängt von einer Annahme ab: dass Investoren weiter Geld in Versprechen gießen, Jahr für Jahr. Und Versprechen werden, wie der Balkan gut weiß, nicht immer zu Fabriken.
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