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Bill Gates vor dem Kongress: Es ist möglich, dass ich im Beisein von Epsteins Opfern war

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Bill Gates vor dem Kongress: Es ist möglich, dass ich im Beisein von Epsteins Opfern war

Bill Gates sagte vor einem Kongressausschuss über sein Verhältnis zu Jeffrey Epstein aus und gab etwas zu, das man von einem Milliardär selten hört: „Es ist möglich, dass ich im Beisein von Opfern war.“ Zugleich behauptet er, nie Zeuge oder Beteiligter an irgendeinem Sexualverbrechen gewesen zu sein.

Gates beschrieb die Beziehung als „rein beruflich“ und drei Jahre andauernd. Mit Epstein bekannt gemacht hatte ihn 2011 der kroatische Arzt und Investor Boris Nikolić. Nun sagt Gates, er hätte Epsteins Ruf und kriminelle Vergangenheit ernster nehmen sollen, bevor er diese Verbindung einging - ein Eingeständnis, das für die Opfer zu spät kommt, für einen Mann seines Rangs aber dennoch selten ist.

Noch interessanter ist der Teil über Erpressung. Laut Gates versuchte Epstein, ihn mit privaten Informationen über seine Seitensprünge zu erpressen, und diese Informationen hatte ihm ausgerechnet Nikolić zugespielt. Gates behauptet, er habe seinem Team angewiesen, niemals etwas von dem zu zahlen, was Epstein forderte.

Epsteins Geschichte hat längst aufgehört, nur ein Kriminalfall zu sein - sie wurde zum Spiegel, in dem sich die mächtigsten Menschen des Planeten betrachten, während sie zu erklären versuchen, wie sie in seinen Kreis gerieten. Wenn Milliardäre einer nach dem anderen zugeben, sie hätten „vielleicht“ etwas gesehen, ist die Frage nicht, ob sie es wussten - sondern warum sie so lange schwiegen.