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Das östliche Mittelmeer ist wieder voll: Preise gefallen, Buchungen gesprungen

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Das östliche Mittelmeer ist wieder voll: Preise gefallen, Buchungen gesprungen

Manchmal genügt es, dass Touristen auf eine Karte schauen, um zurückzukehren. Nach Monaten des Rückgangs, ausgelöst durch die Krise mit dem Iran, lebt das östliche Mittelmeer wieder auf - die Türkei, Ägypten und Zypern senkten die Preise, und die Buchungen schnellten in die Höhe.

Der Rückgang begann Ende Februar, als die Angriffe der USA und Israels auf den Iran eine Welle von Stornierungen auslösten. Reisende fürchteten eine Eskalation und sagten ihre Arrangements für die Region massenhaft ab. Doch die Angst war, wie so oft, größer als die tatsächliche Gefahr. „Die Reisenden schauten auf die Karte und begriffen, dass der Suezkanal nicht dasselbe ist wie die Straße von Hormus“, sagte der Geschäftsführer einer Billigfluggesellschaft und nannte es „eine ausgezeichnete Geografiestunde“.

Als die Angst abklang, blieben zwei Dinge: niedrigere Preise und freie Kapazitäten. Hotels in der ganzen Region boten erhebliche Rabatte und wurden so wettbewerbsfähiger als spanische Ziele zu ähnlichem Preis. Das Ergebnis ist in den Zahlen deutlich - die Suchanfragen für die Türkei und Ägypten stiegen Mitte Juni um ein Drittel, Zypern sprang um 29 Prozent, und Ägypten kehrte binnen Wochen von einem Minus in ein kräftiges Plus zurück.

Auch das Profil des Reisenden änderte sich. Statt Familien, die sich bereits für andere Ziele entschieden hatten, dominieren nun jüngere Paare auf der Suche nach einem Last-Minute-Schnäppchen. Für den Balkan-Touristen, dem der Sommerurlaub jedes Jahr eine teurere Rechnung beschert, ist die Lektion praktisch: Wenn andere Angst haben, fallen die Preise - und manchmal versteckt sich das beste Angebot genau dort, wo alle fliehen. Angst ist teuer; Geografie ist gratis.