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REK Bitola allein verschmutzt mehr als vier Länder zusammen - und eine Strafe gibt es nicht

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REK Bitola allein verschmutzt mehr als vier Länder zusammen - und eine Strafe gibt es nicht

REK Bitola hat 2025 7.675 Tonnen Staub ausgestoßen - mehr, als eine ganze Region aus vier Ländern zusammen ausstoßen darf. Die Zahl hat sich gegenüber 2024 verdoppelt und stammt aus dem Bericht „Comply or Close“ des Umweltnetzwerks Bankwatch.

Das Bild der Region ist alarmierend. Kohlekraftwerke in Serbien, Bosnien und Herzegowina, im Kosovo und in Mazedonien stießen 2025 Schwefeldioxid auf dem 6,6-Fachen des erlaubten Werts aus, Staub 2,9-fach über dem Grenzwert - der höchste Stand seit 2018. Fünf Kohleblöcke überschritten ihre Schwefeldioxid-Grenzwerte um mehr als das Zehnfache, darunter drei Blöcke von REK Bitola.

Noch skandalöser ist der Teil über die Strafen: Laut Bericht wurde im Zeitraum 2018-2025 für diese Überschreitungen kein einziges Bußgeld verhängt. Die Frist zur Einhaltung ist 2027, und das Durchschnittsalter der Kohleblöcke beträgt 49 Jahre - Anlagen, die längst in Rente hätten gehen müssen.

Hinter den Zahlen steht die Luft, die die Menschen in Bitola, in der Pelagonija und darüber hinaus atmen. Wenn eine einzige Anlage mehr verschmutzt als vier Länder zusammen und es keine Strafe gibt, ist die Botschaft an die Bürger klar - eure Lungen sind billiger als die Modernisierung. Und während die Stromexporte in die EU wegen neuer CO2-Abgaben sinken, ist die Frage, ob die Wirtschaft uns zwingen wird aufzuräumen, was die Gesundheit nicht geschafft hat.