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Öl fällt an der Börse auf 76 Dollar: Wird man es diesmal auch an den Zapfsäulen sehen?

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Öl fällt an der Börse auf 76 Dollar: Wird man es diesmal auch an den Zapfsäulen sehen?

Die Ölpreise an den Weltbörsen fallen weiter. Die Sorte „Brent“ ist auf rund 76 Dollar je Barrel gesunken, das amerikanische „WTI“ auf rund 73 Dollar - beide um je 0,7 Prozent niedriger, nach mehreren Tagen Handel unter 80 Dollar.

Der Grund ist die Entspannung der Spannungen rund um den Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie der verstärkte Tankerverkehr durch die Straße von Hormus - jenes enge Wassertor, durch das ein bedeutender Teil des weltweiten Öls fließt. Analysten sagen, der Markt erwarte „eine rasche Auffüllung der Bestände am Persischen Golf“, obwohl der Tankerverkehr noch unter dem Vorkriegsniveau liegt.

Zum Vergleich: Im Februar, vor der Zuspitzung, kostete ein Barrel rund 70 Dollar. Also ist der Preis selbst nach der ganzen Krise nicht dramatisch höher als zu Jahresbeginn - was zeigt, wie groß der Anteil der Angst am Sprung war und wie gering der einer tatsächlichen Knappheit.

Und jetzt kommt der Teil, auf den jeder Autofahrer im Land wartet: Wird sich der Rückgang an der Börse auch an den Zapfsäulen zeigen? Die Geschichte lehrt, dass bei steigendem Ölpreis an der Börse der Preis bei uns sofort hochschnellt; fällt er, gibt es irgendwie immer eine Verzögerung. Wird es diesmal anders sein? Eine Frage, die man sich bei jedem Tanken stellen sollte.