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Eine deutsche Brauerei fiel nach 400 Jahren: Wenn selbst Bier zum Luxus wird

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Eine deutsche Brauerei fiel nach 400 Jahren: Wenn selbst Bier zum Luxus wird

Die deutsche Brauerei Hofbräuhaus Wolters, mit fast 400 Jahren ununterbrochener Tradition, hat Insolvenz angemeldet. Wenn eine Institution, die Kriege, Inflationen und ganze Imperien überstand, in Friedenszeiten fällt, ist das nicht nur eine Wirtschaftsnachricht - es ist ein Symptom für etwas Größeres.

Die Gründe sind langweilig konkret: dramatisch gestiegene Energiekosten für Produktion und Pasteurisierung, teurerer Transport, Verpackung, Malz und Hopfen, und - vielleicht am schmerzhaftesten - die gesunkene Inlandsnachfrage. Ein von der Inflation getroffener Deutscher gibt weniger fürs Ausgehen und für traditionelle Produkte aus. Wenn selbst Bier zum Luxus wird, knirscht etwas in der Wirtschaft ernsthaft.

Und es ist kein Einzelfall. Laut dem deutschen Brauerbund haben in den vergangenen sechs Jahren 137 Brauereien geschlossen. Experten warnen, dass ohne eine Wende bei den Kosten traditionelle lokale Brauereien mit jahrhundertealtem Erbe weiter verschwinden werden und sich der Markt in den Händen einiger weniger globaler Riesen konsolidiert.

Für den Balkan, wo lokale Produzenten - von Brauereien bis zu Wirtshäusern - mit denselben Druckverhältnissen kämpfen, ist das ein bekannter Film. Wenn die Kleinen fallen, fällt nicht nur ein Geschäft; es fällt ein Teil der Identität eines Ortes. Die Frage, die sich Deutschland nun stellt, leben wir längst: Wenn alles in den Händen einiger weniger Konzerne landet, was bleibt vom Geschmack des Ortes, an dem wir geboren wurden?