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Dojran-See mit Bestnote fürs Baden - doch derselbe Bericht fordert eine dringende Algenanalyse

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Dojran-See mit Bestnote fürs Baden - doch derselbe Bericht fordert eine dringende Algenanalyse

Das Wasser im Dojran-See wurde nach mikrobiologischen Kennwerten als ausgezeichnet zum Baden bewertet. Die Analyse erfolgte an drei Stellen - „Stadtstrand”, Strand „Graniko” und Strand „Polin” - mit Proben aus der zweiten Julihälfte, durchgeführt vom Zentrum für öffentliche Gesundheit in Veles.

Das Ergebnis ist klar formuliert: Nach den Laborbefunden und im Einklang mit der Verordnung über die Bewirtschaftung von Badegewässern wird die untersuchte Probe als ausgezeichnet eingestuft. An allen drei Messpunkten kann das Wasser zum Baden und für Freizeit genutzt werden.

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Dasselbe Dokument enthält Passagen, die in keiner Schlagzeile auftauchen. Das Zentrum für öffentliche Gesundheit weist darauf hin, dass wegen sichtbarer Algenvermehrung, Schaumbildung am Ufer und einer erhöhten Menge grünlicher Biomasse eine Analyse des Phyto- und Zooplanktons durch das Hydrobiologische Institut in Ohrid nötig ist, um Sicherheit und ökologischen Zustand des Wassers vollständig zu beurteilen.

Anders gesagt: mikrobiologisch - ausgezeichnet. Ökologisch - noch unbekannt, eine andere Institution muss prüfen.

Es gibt ein drittes Detail. Für das Wasser am Messpunkt „Stadtstrand” werden Abweichungen von den geforderten Werten der zweiten Güteklasse bei bestimmten physikalisch-chemischen Parametern genannt, die die menschliche Gesundheit nicht direkt beeinträchtigen, aber vorhanden sind.

Warum das Dojran betrifft, nicht nur die Badegäste

Der Dojran-See hat eine Geschichte mit seinem Wasserstand und dem Zustand seines Ökosystems, die länger ist als jede Saisonanalyse. Algen, Schaum und grünliche Biomasse sind kein ästhetisches Problem - sie sind ein Symptom. Wenn die messende Institution selbst weitere Untersuchungen verlangt, ist das ein Signal, das man nicht in „das Wasser ist ausgezeichnet” übersetzen und dort belassen sollte.

Die Note „ausgezeichnet zum Baden” stimmt, Touristen können beruhigt in den See. Doch die Pressemitteilung trägt nur diesen Teil, während die Aufforderung zur zweiten Analyse - im selben Bericht formuliert - in einer Fußnote bleibt. Die Frage ist, ob das Hydrobiologische Institut noch vor Saisonende gerufen wird oder erst im nächsten Sommer, wenn wieder gemessen wird.