Sechs Männer prügelten sich vor der Polizeistation in Kočani: Jetzt wird auch geprüft, was die Beamten taten
17.08.2026
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12.04.2026
Hinge-Gründer Justin McLeod hat 18 Millionen Dollar (rund 16,5 Millionen Euro) für ein neues Dating-Unternehmen namens Overtone eingesammelt. Die Geschichte wäre Routine - noch ein Start-up, noch eine Runde - wäre da nicht ein Detail: Das Geld kommt zum Teil von Match Group, dem Eigentümer von Hinge, Tinder und OkCupid. Genau der Konzern, den McLeod letztes Jahr als CEO verlässt, finanziert nun sein neues Vorhaben. Neben ihm investieren FirstMark Capital und Pace Capital.
Overtone beschreibt sich als ein auf Stimme und Audio ausgerichteter, von künstlicher Intelligenz betriebener Dienst, der „hochgradig kuratierte" Matches liefert. McLeod ist kategorisch: „Overtone ist keine Dating-App" im üblichen Sinn. Kein endloses Wischen nach links und rechts, keine algorithmischen Feeds, die einen an den Bildschirm kleben. Stattdessen eine KI, die „jeden Menschen tief kennenlernen" wird - über seine Stimme - und „nur jene Matches herstellt, die sich lohnen".
Klingt schön. Klang beim letzten Mal auch schön. Die Dating-Industrie lebt von Unzufriedenheit - eine Forbes-Health-Studie von 2024 zeigte, dass sich 78 Prozent der Nutzer dieser Apps erschöpft fühlen, obwohl sie täglich rund 51 Minuten damit verbringen, ohne eine echte Verbindung zu finden. Mit anderen Worten: Die Plattformen halten die Menschen genau deshalb drinnen, weil sie nicht funktionieren. Und nun versprechen uns dieselben Akteure, künstliche Intelligenz werde die Einsamkeit lösen, die sie seit Jahren monetarisieren.
McLeod geht zumindest nicht den einfachsten Weg. Die Idee ist nicht, dass die KI statt dir spricht, sondern dass sie echte Menschen findet - anders als die ähnlichen Dienste Ditto und Date Drop, die ebenfalls Algorithmen auf das Problem werfen. Der Vorstand von Overtone umfasst Namen mit Gewicht: die Therapeutin Esther Perel, Match-CEO Spencer Rascoff und die Beraterin Diana Chapman.
Der Dienst soll später im Jahr 2026 an ausgewählten Standorten starten. Bis dahin bleibt die alte Frage, die keine Finanzierungsrunde beantwortet: Will eine Maschine, die aus deiner Stimme lernt, dich wirklich mit jemandem bekannt machen - oder will sie dich nur lange genug halten, um die nächste Bewertung zu rechtfertigen?
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