Eine Familie fuhr in den Griechenland-Urlaub, nur ein Kind kommt nach Hause: Tragödie auf Chalkidiki
16.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Das Sportbekleidungsunternehmen Lululemon ist als Investor in eine Finanzierungsrunde über 30 Millionen Dollar (rund 27 Millionen Euro) für das französische Startup Syntetica eingestiegen. Die Idee des Startups ist es, Nylon zu recyceln - ein Material, das die Industrie nicht aufgeben will, das sich aber nur sehr schwer wiederverwenden lässt.
Das Problem ist technisch. Nylon kommt in zwei Formen vor, die sich bei der Sammlung von Textilabfall von den Verbrauchern nicht leicht voneinander trennen lassen. Syntetica behauptet, beide recyceln zu können. Statt eines fertigen Materials liefert der Prozess Pellets - einen Rohstoff, den andere dann zu Garn verarbeiten. Angesichts der Tonnen an Kleidung, die jedes Jahr auf Deponien landen, klingt die Geschichte gut. Doch dahinter steckt eine andere Rechnung.
Was diesen Startups in die Hände spielt, ist nicht das Umweltbewusstsein, sondern der Preis. In den letzten sechs Monaten haben die Turbulenzen in der Ölindustrie dazu geführt, dass der Nylonpreis fast wöchentlich neu verhandelt wird. „Das war ein Weckruf für viele Marken, die sich wegen des Preises und der Bequemlichkeit auf Nylon aus Öl verließen und heute gewaltige Erschütterungen in ihrem System sehen", sagt Syntetica-Geschäftsführer Marco Bertone.
Bertone hütet sich davor, das als ökologische Mission zu verkaufen. „Wir bauen die Firma mit der Klarheit auf, dass es keinen grünen Aufschlag gibt. Wenn du echte Lösungen für eine nachhaltige Welt auf den Markt bringen willst, müssen sie preislich konkurrenzfähig und leicht skalierbar sein", sagt er. Mit anderen Worten - die Marken steigen nicht ein, weil ihnen der Planet am Herzen liegt, sondern weil sich die alte Rechnung nicht mehr lohnt.
Neben Lululemon gehören auch Victoria's Secret und Etam zu den Partnern, und hinter der Runde stand auch ein großer Bekleidungshersteller, MAS Holdings. Es ist ungewöhnlich, dass ein Zulieferer aus der Kette in einen Akteur investiert, der sich im großen Maßstab noch nicht bewiesen hat. Vor dieser Runde hatte das Startup bereits eine Partnerschaft mit dem Forschungszentrum von Michelin geschlossen, um im französischen Clermont-Ferrand eine Demonstrationsanlage zu bauen.
Es gibt auch eine Balkan-nahe Fußnote, die es wert ist, festgehalten zu werden. Zu den Beratern von Syntetica gehört Peter Carlsson, Mitgründer der gescheiterten schwedischen Batteriefirma Northvolt - ein Unternehmen, das Europas Antwort auf die asiatischen Hersteller sein sollte und in der Insolvenz endete. Auch der Technikchef des Startups kommt von dort. Europa will industrielle Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen aufbauen, doch die Verluste der früheren Versuche sind noch frisch. Wird es diesmal anders sein?
Das Startup ist natürlich nicht allein auf dem Feld. Es hat Konkurrenten, die Enzyme einsetzen, um die Kunststoffe zu „fressen", und da ist auch der Chemieriese BASF mit seinem eigenen recycelten Nylon. Bertone selbst sagt, er hoffe, dass alle wachsen: „Wenn jeder auf Dutzende Fabriken expandiert, werden wir das Problem trotzdem nicht lösen. Jeder muss Erfolg haben, damit wir als Gesellschaft Erfolg haben." Ein schöner Satz - aber es bleibt abzuwarten, ob der Markt Zusammenarbeit belohnt oder die Kleineren verschlingt.
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