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Eine Umbildung?

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Eine Umbildung?
Eine Umbildung wirft eine wesentliche Frage auf: Wenn nach zwei Jahren Amtszeit zugegeben wird, dass ein Teil der Minister nicht gut genug gearbeitet hat und deshalb ausgewechselt wird, wer trägt dann die politische Verantwortung für die verlorene Zeit? Zwei Jahre sind ein bedeutender Zeitraum, in dem Reformen, Infrastrukturprojekte und systemische Veränderungen hätten umgesetzt werden können. Stattdessen erhält die Öffentlichkeit das Eingeständnis, dass ein Teil des Teams die erwarteten Ergebnisse nicht geliefert hat. Das wirft eine ernste Frage auf: Wenn fast ein Drittel der Regierung die erwarteten Ergebnisse nicht geliefert hat, wer übernimmt die politische Verantwortung für die zwei verlorenen Jahre? Doch neben der Frage, wer nicht gearbeitet hat, gibt es noch eine, vielleicht sogar wichtigere Frage: Wer hat die Minister diese zwei Jahre kontrolliert?

Verantwortung liegt nicht nur bei denen, die die Arbeit nicht erledigt haben. Verantwortung trägt auch derjenige, der sie ausgewählt, ihnen Vertrauen geschenkt und zwei Jahre lang ihre Arbeit hätte verfolgen sollen.

Deshalb hat die Öffentlichkeit neben der Frage „Wer wird ausgewechselt?" auch das Recht zu fragen: Wer hat diese zwei Jahre kontrolliert, und warum wird erst jetzt festgestellt, dass einige von ihnen nicht gut genug gearbeitet haben?