Neue LED-Beleuchtung auf dem Vodno „zum ersten Mal überhaupt": Der Bürgermeister prahlt, aber warum lag der Berg so viele Jahre im Dunkeln?
08.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Am Donnerstag, dem 9. Juli, beginnt am Grundgericht in Kumanovo einer der schwersten Prozesse der jüngeren mazedonischen Geschichte. Dem 25-jährigen Trajko B. aus einem Dorf in Staro Nagoričane wird wegen vier Morden und zwei Mordversuchen der Prozess gemacht, begangen in diesem und im vergangenen Jahr. Alle Opfer waren Frauen - und genau das macht den Fall zum ersten in Mazedonien mit Merkmalen eines Femizids, einer durch das Geschlecht des Opfers motivierten Tötung.
Laut Anklageschrift der Grundstaatsanwaltschaft Kumanovo wird dem Angeklagten Artikel 123 des Strafgesetzbuchs zur Last gelegt, der für die vorsätzliche Tötung mehrerer Personen eine Freiheitsstrafe von mindestens 10 Jahren oder lebenslange Haft vorsieht. Den Fall wird ein Staatsanwalt der Kumanovoer Staatsanwaltschaft vor Gericht vertreten.
Hinter den kalten juristischen Formeln steht eine Frage, die im Verfahren nicht verloren gehen darf: Wie konnte ein Mann monatelang töten, während das System erst reagierte, nachdem sich die Opfer aneinandergereiht hatten? Femizid ist auf dem Balkan nichts Neues - neu ist, dass er endlich einen Namen in einem mazedonischen Gerichtssaal bekommt. Wird die Justiz ihn mit dem Gewicht behandeln, das er verdient, oder bleibt es ein weiterer Fall, der sich über Jahre hinzieht?
Vom Ausgang dieses Prozesses hängt mehr ab als das Schicksal eines Angeklagten. Er ist ein Test, ob Institutionen jene schützen können, die am meisten auf ihren Schutz angewiesen sind. Der Prozess beginnt erst, und Mazedonien wird zusehen - nicht als Sensation, sondern als Maßstab dafür, wie ernst der Staat Gewalt gegen Frauen nimmt.
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