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Die App „Where Are You" kommt nach Mazedonien: ein stiller Ruf für Gewaltopfer und der genaue Standort für Rettungsdienste

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Die App „Where Are You" kommt nach Mazedonien: ein stiller Ruf für Gewaltopfer und der genaue Standort für Rettungsdienste

Manchmal kann Technologie wirklich ein Leben retten - wenn sie richtig gemacht ist. Der Direktor des Krisenmanagementzentrums kündigte an, dass Bürger in Mazedonien bald die neue App „Where Are You" nutzen können, die mit dem 112-System verbunden ist und eine schnellere und präzisere Kommunikation mit den Rettungsdiensten ermöglicht.

Die Idee ist einfach und nützlich: Statt den eigenen Standort in einem Telefongespräch zu erklären - was in Panik nicht leicht ist - sendet die App den genauen Standort direkt, zusammen mit Fotos und Videos. Die zuständigen Dienste bekommen ein präziseres Bild der Lage vor Ort, und in Notfällen wird auch eine direkte Videokommunikation mit dem Einsatzzentrum möglich.

Die wichtigste Funktion ist jedoch die, die man am wenigsten sieht. „Silent Call" richtet sich an Opfer häuslicher Gewalt und Menschen in Gefahr - sie können damit leise und sicher um Hilfe bitten, ohne mit einem Operator sprechen zu müssen. Für jemanden, der mit einem Gewalttäter in einem Raum eingesperrt ist, ist die Möglichkeit, ohne ein Wort um Hilfe zu rufen, kein technisches Extra - es ist der Unterschied, ob Hilfe kommt oder nicht.

Das Zentrum sagt, damit setze sich die Modernisierung des 112-Systems fort. Die Idee ist ausgezeichnet - aber man sollte daran denken, dass die App genau so viel wert ist wie das System dahinter. Wenn der Standort in einer Sekunde ankommt, das Team aber erst eine halbe Stunde später losfährt, dokumentiert die Technik das Warten nur schöner. Wird 112 wirklich bereit sein, schnell auf alles zu reagieren, was die App sendet? Das zeigt sich erst, wenn der erste echte Anruf eingeht - und wir hoffen, es wird bereit sein.