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Neue LED-Beleuchtung auf dem Vodno „zum ersten Mal überhaupt": Der Bürgermeister prahlt, aber warum lag der Berg so viele Jahre im Dunkeln?

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Neue LED-Beleuchtung auf dem Vodno „zum ersten Mal überhaupt": Der Bürgermeister prahlt, aber warum lag der Berg so viele Jahre im Dunkeln?

Der Vodno, die Lunge Skopjes, bekommt ein neues Gewand - zumindest laut einem Facebook-Beitrag von Bürgermeister Orce Gjorgjievski. Von der seismologischen Station bis zur Straße Richtung Sonnenstadt wird zum ersten Mal neue LED-Beleuchtung installiert, wodurch dieser Abschnitt, so der Bürgermeister, „sicherer, ordentlicher und würdevoller für alle Bürger" werde.

Neben der Beleuchtung wurden neue Schutzgeländer aufgestellt, frischer Asphalt verlegt sowie Wege, Bänke und Pavillons hergerichtet. Für einen Berg, den jedes Wochenende Familien, Sportler und gewöhnliche Spaziergänger auf der Suche nach Luft abseits der Stadt füllen, ist jede Verbesserung willkommen - der Vodno verdient diese Pflege wirklich, und darin hat der Bürgermeister recht.

Doch ein Detail in der Formulierung verdient Aufmerksamkeit. „Zum ersten Mal überhaupt" wird auf diesem Abschnitt Beleuchtung installiert - was heißt, dass der meistbesuchte Berg über der Hauptstadt jahrelang ohne Grundbeleuchtung auf einem ganzen Teilstück auskommen musste. Das ist nicht nur ein Anlass zum Lob der aktuellen Führung, sondern eine leise Frage an alle vorherigen: Wie konnte ein solcher Ort so lange im Dunkeln bleiben?

Die Ankündigung ist natürlich ein Facebook-Post eines Bürgermeisters - ein Genre, in dem jeder asphaltierte Meter wie eine historische Leistung wirkt. Der wahre Maßstab liegt nicht in der Zahl der Likes, sondern darin, ob die neuen Geländer auch nächsten Winter stehen, ob die Bänke einen Sommer überstehen und ob die LED-Lampen auch dann noch leuchten, wenn Kameras und Beiträge verschwunden sind. Der Vodno hat diese Aufwertung längst verdient. Jetzt bleibt abzuwarten, ob sie hält - oder ob es ein weiteres Projekt wird, das nur leuchtet, solange der Beitrag online ist.