Skip to content

Daniela Dimovska ist neue Präsidentin des Strafgerichts Skopje: das Gericht für die schwersten Fälle bekommt eine neue Leitung

1 Min. Lesezeit
Teilen
Daniela Dimovska ist neue Präsidentin des Strafgerichts Skopje: das Gericht für die schwersten Fälle bekommt eine neue Leitung

Der Justizrat hat Richterin Daniela Dimovska zur Präsidentin des Grundstrafgerichts Skopje gewählt - jenes Gerichts, durch das die schwersten Fälle des Landes gehen, von organisierter Kriminalität bis Korruption. Die Entscheidung fiel mit 11 Ja-Stimmen und vier Stimmen nach dem Badinter-Prinzip, nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren.

Auf die Ausschreibung bewarben sich nur zwei Kandidaten - Dimovska, die bereits ein Jahr als geschäftsführende Präsidentin amtierte, und Richter Ivica Stefanovski vom selben Gericht. Die Auswahlkommission teilte mit, dass beide Bewerbungen ordnungsgemäß waren und die Kandidaten die vorgesehenen Tests und Interviews bestanden. Bevor sie dieses Amt übernahm, arbeitete Dimovska in der Abteilung für organisierte Kriminalität und Korruption - was bedeutet, dass die Person, die das Gericht nun leitet, aus seiner sensibelsten Abteilung kommt.

Die Wahl selbst ist ein Routineverfahren. Der Kontext ist es nicht: Das Grundstrafgericht Skopje ist der Ort, an dem die Fälle entschieden werden, die das Vertrauen der Bürger in die Justiz am meisten auf die Probe stellen. Wenn sich nur zwei Richter bewerben, um das wichtigste Strafgericht des Landes zu leiten, ist die Frage berechtigt - ist das ein Zeichen einer hohen Latte oder dessen, dass das Amt mehr Druck mit sich bringt, als viele auf sich nehmen wollen?

Vom Tempo der neuen Präsidentin hängen nun einige der am genauesten beobachteten Gerichtsverfahren des Landes ab. Die Bürger werden sie nicht an den Stimmen des Justizrats messen, sondern daran, wie schnell und wie gerecht sich die Fälle unter ihrer Leitung bewegen. Der Stuhl ist gewonnen - die Arbeit beginnt erst.