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Weder nüchtern noch abends: die beste Trainingszeit, wenn Sie Ihren Blutzucker im Griff halten wollen

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Weder nüchtern noch abends: die beste Trainingszeit, wenn Sie Ihren Blutzucker im Griff halten wollen

Die Frage „morgens oder abends?" plagt alle, die trainieren wollen, aber keine Zeit für Unsinn haben. Die Antwort, die die Fitnessindustrie ungern gibt, ist enttäuschend einfach: Die beste Trainingszeit ist die, die man jeden Tag wiederholen kann. Doch es gibt Nuancen, die sich lohnen.

Laut dem Experten für sportliche Aktivität Víctor Jiménez Aransay arbeitet der Körper nach zirkadianen Rhythmen - Temperatur, Hormone und Stoffwechsel verändern sich im Laufe des Tages. Deshalb liefert dasselbe Training morgens und abends unterschiedliche Ergebnisse. Doch etwas ist wichtiger als die perfekte Stunde: die Beständigkeit zur selben Zeit. „Der Körper lernt diese Routine und beginnt sich auf die Anstrengung vorzubereiten, noch bevor man anfängt", sagt er - genau wie sich der Magen meldet, wenn die gewohnte Essenszeit naht.

Auf die Frage, ob Training auf nüchternen Magen mehr Fett verbrennt, fällt die Antwort vorsichtig aus: in bestimmten Fällen ja, weil die Kohlenhydratreserven geringer sind, aber das ist nicht für jeden und sollte nicht ohne Plan gemacht werden. Für die meisten Menschen gibt es einen einfacheren Rat - trainieren Sie nicht, während Sie noch verdauen. Lassen Sie etwa zwei Stunden, sogar zweieinhalb, zwischen der Hauptmahlzeit und einem intensiven Training.

Könnte er wählen, würde Jiménez immer morgens trainieren. Der Grund ist Cortisol - das Hormon mit schlechtem Ruf, das tatsächlich entscheidend für Wachwerden und Energie ist. Morgens steigt der Spiegel natürlich an, also macht uns Bewegung gerade dann aktiver. Der Experte empfiehlt auch 15 bis 20 Minuten natürliches Licht nahe dem Sonnenaufgang, was hilft, die innere Uhr zu synchronisieren. Und es gibt einen praktischen Nutzen: „Je früher man das Training vom Hals hat, desto weniger Chancen hat man, eine Ausrede zu finden, es nicht zu tun."

Für alle, die nur abends können - auch das ist ausgezeichnet, denn die Körpertemperatur ist höher und die Leistung vielleicht besser. Das Problem ist, wenn ein intensives Training zu nah an der Schlafenszeit endet. Tipp: Lassen Sie drei bis vier Stunden vor dem Zubettgehen und beenden Sie mit einem Runterkommen - Dehnen, Yoga, ein paar Minuten Atmung. Vermeiden Sie nachmittags Koffein und essen Sie abends leicht.

Und für alle, die ihren Blutzucker im Griff halten wollen, hier der nützlichste Trick: Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit - Nudeln, Reis, Brot - trainieren Sie nicht sofort intensiv, sondern gehen Sie zehn bis zwanzig Minuten spazieren. Dieser Spaziergang senkt den Blutzuckeranstieg, ohne dass ein hartes Training nötig ist. Kostenlos, einfach, und genau deshalb liest man es selten in den teuren Werbeanzeigen für Nahrungsergänzungsmittel.